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Wie Apple vom Disney-Pixar-Deal profitieren könnte

27.01.2006 | 11:58 Uhr |

Auch Apple könnte von der Übernahme des von Steve Jobs geleiteten Animationsstudios Pixar durch den Unterhaltungsriesen Disney profitieren, meinen Analysten.

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Mit dem Zusammenschluss könnte der iTunes Music Store eine größeres Videoangebot von Disney erhalten, Apple-Produkte dürften eine höhere Sichtbarkeit in Disneys Medien erlangen. Die Beziehungen Apples mit dem Disney-Konzern seien schon jetzt gut, meinen Ross Rubin von der NPD Group und Michael Gartenberg von Jupiter Research.

Die beiden Firmen ergänzten sich hervorragend, meint Gartenberg: "Disney macht die Inhalte, Apple die Werkzeuge um Inhalte zu erzeugen." Während heute Spielfilme in voller Länge auf dem iPod noch wenig Sinn machten, könnten nach Rubins Ansichten Disney und Apple gemeinsam Lösungen für Geräte entwickeln, die Videos in höherer Auflösung und Länge auf mobile Geräte oder Home-Entertainment-Center brächten. Kurzfilme und Fernsehshows im iTMS dienten heute dazu, leicht zu erlangenden Content für den Video-iPod bereit zu stellen, mit zunehmender Bandbreite des Internets dürften dann abendfüllende Spiel- und Animationsfilme Content für neue digitale Lösungen sein, die Apples und Disneys Angebot gegenüber der Konkurrenz abgrenzten.

Vermutungen, mit Disney könne das gleiche passieren wie mit Apple nach der Übernahme von Steve Jobs' Firma Next, wies Gartenberg jedoch zurück. Während die heutige Apple-Führungsriege von Next-Personal dominiert ist und Mac-OS X auf dem System Next-Step aufbaut, Next also quasi Apple übernommen hat, werde trotz Jobs Aufsichtratsmandats und der Ernennung von Pixars John Lasseter zu Disneys neuem Kreativ-Chef sich Disney nicht vom kleineren Partner schlucken lassen. Gartenberg sieht Unterschiede zwischen dem vormaligen Apple-CEO Gil Amelio und dem heutigen Disny-CEO Bob Iger. Zudem sei für Steve Jobs der Anreiz Apple (wieder) zu führen wesentlich größer gewesen als seine heutigen Perspektiven, Disney zu übernehmen. "Er will seine Investitionen schützen und dabei helfen, das Geschäft zu erweitern. Disney wäre klug, seinen Ratschlägen zu folgen." Ross Rubin meint, dass Pixar wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung Disney haben werde. Pixar habe bessere Autoren und Filmemacher um sich versammelt und sei es zuletzt besser gelungen, die Aufmerksamkeit des Publikums zu erregen.

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