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Google erklärt seinen Ranking-Algorithmus nach EU-Anfrage

01.03.2010 | 10:45 Uhr |

Die Anfragen werden bei Google alle durch gewichtete Algorithmen gefiltert, ohne externe Kontrolle oder gar manuelle Zuordnungen. Den Vorwurf, dass Google sich selbst immer als Top-Suchergebnis darstellt, weist die Firma als unhaltbar zurück.

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© Google

Einen Tag nach der Anfrage der Europäischen Kommission hat Google nun allgemeine Informationen über die Rangordnung der Suchergebnisse bekannt gegeben.

In einem Blog hat Amit Singhai auch Stellung dazu genommen, dass immer mehr Forderungen laut werden, die eine aktive Kontrolle der Suchergebnisse wollen. Singhai schätzt, dass es "schwer bis nahezu unmöglich" ist, eine solche Regulierung durch Regierungsstellen erfolgreich durchzuführen.

Seine Einschätzung belegt Singhai mit einem Einblick in die Statistiken: Google erhält pro Tag mehrere hundert Millionen Anfragen. Zirka 20 Prozent der Suchkriterien sind davon völlig neu. Um die Masse an Information handhaben zu können, setzt Google eine ganze Sammlung von Algorithmen ein, die durch die Informationen waten. Um für jede Anfrage die Top-Ergebnisse zu liefern, werten die Algorithmen hunderte von Indikatoren aus, die eine Trefferseiten-Rangfolge bestimmen. Indikatoren sind im einfachsten Fall die Worte auf den Webseiten, können aber auch komplexe Vorbewertungen sein, welche die Seriosität bestimmter Webseiten in Betracht ziehen oder die Verlinkung der Trefferseiten messen.

"Pro Tag nimmt Google ein bis zwei Korrekturen an seinen Algorithmen vor", berichtet Singhai, "aber in keinem Fall führt Google manuelle Zuordnungen durch." Laut Google sind die Algorithmen einem solchen Eingriff haushoch überlegen, da eine externe Kontrolle keine objektiven Treffer liefern kann.

Den Vorwurf, dass Google seine eigenen Seiten favorisiert, weist Singhai als unhaltbar zurück. Als Beispiel liefert er die Suchanfrage "Search Engine", die in Google die eigene Suchmaschine gerade noch so in den Top Ten Ergebnissen anzeigt.

Die Anfrage der Europäischen Kommission vom letzten Mittwoch ist nur eine Voruntersuchung, ob Google gegen Kartell-Auflagen verstößt. Laut Google steckt hinter den Beschwerden eindeutig Microsoft, da zwei der drei Firmen, die eine Klage gegen Googles Rangfolgen einreichten, zu Microsoft gehören oder eng mit der Firma zusammenarbeiten.

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