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Wie Palm vom Newton lernte

02.10.2003 | 14:52 Uhr |

Der 1992 gestartete und im Februar 1998 vom Markt genommene Taschencomputer lebt weiter - in den Köpfen der meisten Palm-Mitarbeiter, von denen rund ein Drittel früher bei Apple gearbeitet haben.

Aus Anlass des unmittelbar bevorstehenden Splits der Company in die Hardware-Abteilung Palm One und die Softwareentwickler von Palm Source haben zwei ehemalige Apple-Mitarbeiter, die heute die Geschicke von Palm wesentlich mitbestimmen, unserer britischen Schwesterzeitschrift Macworld UK gegeben. Albert Chu, heute Palm-Source -Vizepräsident für Geschäftsentwicklung von und Gabi Schindler, Vorstand für Marketing bei der Softwaretochter, waren beide in ihrer Apple-Zeit am Newton-Projekt beteiligt. Die Fehler, die nach Steve Jobs Rückkehr zu einem raschen Aus des Projekts geführt haben, will man bei Palm unbedingt vermeiden. So sei laut Chu der Newton seiner zeit zwar weit voraus und Richtungs weisend gewesen, "als wir ihn auf den Markt brachten, war er aber nicht Teil von Apple." Zahlreiche Features, wie die Handschriftenerkennung funktionierten noch nicht und was Schindler insbesondere als Fehler ansieht, war die mangelnde Connectivity des Geräts. "Es war eine Stand-Alone-Sache und wurde nur zu einem weiteren Organizer." Zudem habe man damals bei Apple keinerlei Anstrengungen gemacht, die Technik zu lizensieren, weshalb man heute bei der Palmtocher Palm Source versuche. Lizenznehmer für das Palm OS zu finden um es zu einem offenen Standard werden zu lassen.
Mac-User wolle man bei Palm-Source auch weiterhin unterstützen, sei aber bei der Entwicklung von Applikationen auf Dritthersteller angewiesen. Als Schwierigkeit erweise sich Apples Umgang mit Entwicklern, der Mac-Hersteller mache um seine Technologien große Geheimnisse. Albert Chu wünscht sich mehr Offenheit in Cupertino, wenn man bei Palm genauer wüsste, wann welches Betriebssystem mit welchen Features fertig sei, können man seine eigenen Entwicklungen bessser planen.

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