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Wie die Crowd watchOS 3 für die Apple Watch entwickelt

17.06.2016 | 09:36 Uhr |

watchOS 3 ist Apples Antwort auf die Wünsche aller Apple Watch-Anwender. Mit der neuen Betriebssoftware bekommt Apples Smartwatch nicht nur eine überarbeitete und dadurch benutzerfreundliche Oberfläche, sondern eine ganze Stückzahl an neuen Features.

Seit ihrer Markteinführung im letzten Jahr hat die Apple Watch eine derart scharfe Kritik einstecken müssen wie kein anderes neues Produkt in Apples Geschichte. Viele Kritiker stempelten die Apple Watch von Beginn an als Misserfolg ab. Ihr Preis und die unrealistischen Vorstellungen überschatteten die wirklich hilfreichen und nützlichen Features, sodass viele Skeptiker der Apple Watch die nötige Zeit nicht einräumen wollten, die sie zum Wachsen benötigte.

Nachdem gut ein Jahr seit der ersten Vorstellung der Apple Watch vergangen ist, präsentierte das Unternehmen auf seiner diesjährigen WWDC einen kompletten Reboot von watchOS, wirft bisherige Schlüsselfunktionen aus dem Betriebssystem und sorgt mit neuen Features für eine Renaissance der Apple Watch. Auf der Webseite erklärt Apple, dass sich die Apple Watch „wie eine komplett neue Uhr“ anfühle.

Neustart nach Userfeedback

Natürlich könnten nun manche argumentieren, dass Apple mit dem neuen Update eingesteht, der erste Versuch sei ein reiner Fehltritt gewesen. Dies mag vielleicht stimmen, doch es war womöglich niemals Apples Intention, von Anfang an alles perfekt zu machen. Apple-CEO Tim Cook bezeichnete die Apple Watch als das „persönlichste Produkt“, was das Unternehmen jemals entwickelt habe. Dabei geht die Verbindung zur Apple Watch jedoch weit über die physische Beziehung hinaus. Apple erlaubt watchOS mit der Anwender-Community so wachsen und deren Erfahrungen mit in den Entwicklungsprozess einzubinden.

Im Vergleich zu iOS 10 und macOS erhielt watchOS während der Keynote mit rund 19 Minuten nur recht wenig Zeit, die gezeigten Neuerungen sind jedoch Anlass genug, um sich auf das kommende Update zu freuen.

watchOS 3 ist deutlich schneller, was vor allem beim Starten von einzelnen Apps deutlich wird. Diese lassen sich nun fast ohne zeitliche Verzögerung öffnen. Darüber hinaus verändert Apple auch bisherige Stammfunktionen.

watchOS 3: Knöpfchen wechsel dich

Drückt man beispielsweise den Button unterhalb der Krone, öffnete sich bisher der Freundes-Ring, mit dem man einen von zwölf ausgewählten Personen anrufen oder Nachrichten schicken konnte. An sich ist dies keine schlechte Funktion, allerdings nutzen nur die wenigsten Anwender die Apple Watch, um mit ihr Nachrichten zu verschicken. Daher schien ein eigens für diese Funktion zuständiger Button doch recht sinnlos. Drückt man den selben Knopf jedoch unter iOS 3, blendet die Apple Watch - ähnlich wie unter iOS - nun ein Dock ein, mit dem man auf die meistgenutzten Apps zugreifen kann.

Während der watchOS 3 Demo wurde schnell deutlich, dass Apple die zentrale Strategie der Apple Watch geändert hat, die dem Anwender bei der Bedienung sehr viel Zeit erspart. So können unter watchOS 3 unter anderem Zifferblätter und weitere Informationen durch einfaches hin und her wischen geändert und gesichert werden und auch das Führen von Konversationen wurde deutlich verbessert.

Letztendlich wird das neue Update nicht durch ein paar neue Änderungen hier und da besonders, sondern vielmehr die Tatsache, dass Apple mit watchOS 3 direkt auf die Anregungen der Anwender eingeht. Durch das Feedback der Kunden wurde Apple schnell deutlich, dass die Apple Watch viel passiver genutzt wird, als man sich vorstellen konnte. Apples Produkte wurden schon immer gemacht, um sich an das Leben der Anwender anzupassen. Gleichzeitig haben sich jedoch auch die Anwender verändert, um das jeweilige Apple-Produkt zu nutzen. Die Apple Watch-Erfahrung soll reibungslos und ohne Aufwand erfolgen und dafür musste sich das OS an die Nutzungsweise der Anwender anpassen.

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