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Wikipedia-Gründer: Keine iPhones mehr für Großbritannien

04.11.2015 | 15:50 Uhr |

Derzeit wird das Thema Datensicherheit heiß diskutiert. Während Apple einen klaren Standpunkt vertritt und die Rechte seiner Kunden umfassend schützen möchte, wollen Regierungen möglichst viel Einsichten beanspruchen.

Dass die britische Regierung kein Geheimnis um ihre bedenkliche Haltung zur Wahrung der Privatsphäre von Smartphone-Anwendern macht, ist längst bekannt . Nachdem das britische Parlament das neue Vorratsdatenspeicherungsgesetz bekannt gab, äußerte sich nun auch Wikipedia Gründer Jimmy Wales zu diesem Thema.

Über das soziale Netzwerk Twitter brachte Wales seinen Unmut zum Ausdruck und schrieb : „Meiner Meinung nach sollte Apple aufhören, weiterhin iPhones in dem Vereinigten Königreich zu verkaufen, falls die Regierung tatsächlich die End-to-End-Verschlüsselung verbannen sollte. Ob das Parlament wirklich so töricht ist?“

Nach einer Ansprache der Queen im Mai diesen Jahres soll die neue Legislatur zur Modernisierung der Gesetzgebung von Kommunikationsdaten alle Unternehmen in Großbritannien dazu verpflichten, auf Anfrage der Regierung jegliche Informationen und Kommunikationsdaten auszuhändigen. Nach der jetzigen Lage könnte Apple diese Forderungen gar nicht erfüllen, da Apple dank der End-to-End-Verschlüsselungen für Dienste wie iMessage und FaceTime gar keinen Zugriff auf solch spezifische Daten hat.

Der Apple-Konzern, welcher in den USA ebenfalls auf massiven Widerstand bezüglich seiner Einstellung zur Sicherheit der Privatsphäre von Kunden stieß, konnte in der Öffentlichkeit den PR-Kampf klar für sich entscheiden. Letztendlich setzte sich Apple sogar dafür ein, dass Präsident Obama zukünftig ähnliche Gesetzesvorschläge ablehnen müsse.

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