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Windows 2000: Ebbe und Schrott in Sachen Treiber

09.08.2000 | 00:00 Uhr |

Auch rund ein halbes Jahr nach Einführung von Windows 2000 ist es um die Treiberversorgung noch nicht zum Besten bestellt. Der üppigen Treiber-Grundausstattung von Windows 2000 folgte ein zögerliches Nachlegen der Hardwarehersteller.

Auch rund ein halbes Jahr nach Einführung von Windows 2000 ist es um die Treiberversorgung noch nicht zum Besten bestellt. Der üppigen Treiber-Grundausstattung von Windows 2000 folgte ein zögerliches Nachlegen der Hardwarehersteller, in einigen Produktgattungen ist die Lage immer noch düster. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Macwelt-Online-Schwestermagazins Tecchannel.de . Dem Jubel über die Unterstützung von Technologien wie USB, IrDA und DVD folge im Alltag allenfalls Ernüchterung.

Zahlreiche Geräte arbeiten zwar stabil, aber nur mit eingeschränktem Funktionsumfang, berichten die Kollegen. Für Spiele-Hardware beim Office-Betriebssystem Windows 2000 sei dies noch akzeptabel. Wenn aber ein Multifunktionsgerät unter Windows 2000 nur noch drucken kann oder ein Scanner komplett ausfällt, sind das mehr als Schönheitsfehler. Dies treffe nicht nur auf No-Name-Produzenten zu, auch Markenhersteller lassen sich mit der Treiber-Versorgung Zeit, so Tecchannel.de.

Besitzer von kombinierten Telefonanlagen und ISDN-Adaptern gehen bei den Treibern für Windows 2000 häufig leer aus, hat das Webzine festgestellt. Einige Eumex-Modelle der Telekom etwa sollen dem Kunden zwar die Zukunft nach Hause bringen, offenbar sind sie aber nicht mit Windows 2000 kompatibel. Auch Besitzer von Geräten mit Infrarot-Schnittstelle haben mit dem Betriebssystem oft Probleme. Dies gilt sowohl für Mobiltelefone wie auch für Handhelds, beispielsweise den beliebten Palm. Zwar unterstützt das Betriebssystem die IrDA-Schnittstelle, in der Praxis herrscht jedoch Funkstille.

Auch Multifunktionsgeräte sind betroffen: Windows 2000 unterstützt zwar serienmäßig eine Auswahl an Geräten, andere Modelle sind aber ihrer Multifunktionalität beraubt. Über die Notlösung, wenigstens einen Druckertreiber für entsprechende Geräte zur Verfügung zu stellen, versuchen die Hersteller das Manko zu kaschieren, so Tecchannel.de.

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