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Microsoft-Chef Berg: "Branche wird sich erholen"

09.09.2009 | 11:42 Uhr |

Mit Windows 7 sieht Microsoft sich auf einem guten Weg aus der Krise. Das Unternehmen rechnet mit vielen Umsteigern. Beim Vorgänger Vista übten sich viele Nutzer in Zurückhaltung und verschmähten das neue Betriebssystem.

Microsoft sieht sich kurz vor seiner Produkt- Offensive mit Windows 7 und Office 2010 auf gutem Weg aus der Krise. "Ich kann nur sagen: Wir schlafen nicht", sagte der Chef von Microsoft Deutschland, Achim Berg, am Dienstag in Dresden. "Wir wissen, dass Windows 7 eine Riesenchance für die Branche bietet." Er erwartet noch im Herbst einen schwierigen Markt für die Branche.

Das neue Betriebssystem Windows 7 kommt am 22. Oktober weltweit in den Handel. Nach Berechnungen der Marktforschung IDC wollen 59 Prozent aller großen IT-Unternehmen weltweit auf das neue Betriebssystem umstellen. Die Marktforscher erwarten, dass Windows 7 allein im kommenden Jahr ein Umsatzpotenzial für Entwicklung, Installation und Beratung von 70 Milliarden Euro für die Branche bringen wird. Die Vorgänger- Version Windows Vista war von Unternehmen, aber auch vielen privaten Anwendern mit großer Skepsis aufgenommen worden.

Unter den großen Dax-Unternehmen arbeiteten nach den Angaben von Berg bereits EON, T-Systems und BMW an der Implementierung von Windows 7. Bei den Verbrauchern habe ihn die Resonanz, die die jüngste Werbeaktion gehabt habe, überrascht, sagte Berg. Microsoft hatte vor einigen Wochen Gutscheine für das neue Betriebssystem an Verbraucher für einen Aktionspreis von 49 Euro verkauft. Innerhalb kürzester Zeit seien diese ausverkauft gewesen. "Und es handelte sich nicht um eine kleine Stückzahl, sondern um eine deutlich fünfstellige Zahl", sagte Berg. Microsoft geht davon aus, bis Ende 2010 insgesamt 177 Millionen Exemplare zu verkaufen.

Mit Windows 7 werde Microsoft ein ausgereiftes und getestetes Produkt auf den Markt bringen, sagte Berg. "Es gibt diesmal keinen Grund, auf das Service Pack 1 zu warten." Nach Angaben des Microsoft- Partners hatten lediglich zehn Prozent der Unternehmen auf den Vorgänger Vista umgesattelt. Microsoft habe in den vergangenen zweieinhalb Jahren die Qualitätskontrolle verbessert. "Zum Beispiel sieht heute einem Programmierer bei Microsoft immer ein Kollege über die Schulter." Die Konzentration auf Windows 7 habe dazu geführt, dass das Betriebssystem früher auf den Markt kommen kann, als ursprünglich geplant, sagte Berg. (dpa)

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