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Windows 8: Tablet-kompatibel und mit neuer Oberfläche

14.09.2011 | 10:55 Uhr |

Am 13. September hat Microsoft eine Vorschau auf Windows 8 gezeigt. Das zukünftige System setzt auf Tablet-PCs und Touch-Bedienung.

Windows 8 Kacheln Ordner Fotos
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© Microsoft

Microsoft geht offenbar davon aus, dass klassische PCs in der Zukunft nicht mehr im Fokus der Nutzer stehen. Bei der Vorstellung von Windows 8 deutet sich an, dass Touchbedienung und Geräte im Tablet-Format bald dominieren werden.

Auch in der Windowswelt wird sich ab 2013 vieles um " Apps " drehen. Wie Apple wird Microsoft dann einen eigenen Softwarestore anbieten und nennt kleinere Programme fortan Apps. Microsoft führt mit Windows 8 so genannte "Metro-Style-Apps" ein, dies sind Touch-optimierte Anwendungen im Startmenü. Dieses klassische Windows-Element wird neu gestaltet und orientiert sich offenbar ein wenig am Smartphone-System Windows Phone 7. Denn im Startmenü findet der Nutzer dann "Kacheln" wie auf dem Smartphone.

Eine Besonderheit von Windows 8: Das Microsoft-System ist erstmals sowohl mit klassicher x86-PC-Architektur kompatibel als auch mit ARM-Prozessoren, die typischerweise in Tablets vorkommen. Generell soll Windows 8 sehr stark auf Touchbedienung zugeschnitten werden. Bei den Metro-Style-Apps gibt Microsoft den Entwicklern die benötigten Tools via Visual Studio 2011 mit. Anwendungen dieser Art sind plattformunabhängig, aber für Touchbedienung angepasst. Das bedeutet: große Schaltflächen und Vollbildmodus.

Neue Oberfläche

Das neue Startmenü von Windows 8.
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© Microsoft

Microsoft liefert mit Windows 8 einige Metro-Style-Anwendungen aus, so eine Variante des Internet Explorers 10, einen E-Mailclient und eine Anwendung für seine Social-Media-Kontakte. Mit Windows 8 soll auch die klassische Icon-Metapher für Programme verschwinden. Auch hier regiert fortan die Kachel-Logik. Die klassische Struktur aus Ordnern, die wiederum mit Icons gefüllt sind, will Microsoft offenbar abschaffen. Ganz konsequent ist man dabei aber nicht, wer wie bisher mit Maus und tastatur unterwegs ist, kann auf den klassischen Windows-Desktop wechseln.

Bei den Systemvoraussetzungen gibt Windows 8 sich bescheiden. Nutzer benötigen gerade einmal einen Rechner mit einem Gigahertz Taktfrequenz und ein bis zwei Gigabyte Arbeitsspeicher – je nach Version. Damit ist Windows 8 noch weniger anspruchsvoll als der aktuelle Noch-Vorgänger WIndows 7, der auf schwachen Rechnern ebenfalls besser läuft als Windows Vista von 2007.

Wann Windows 8 erscheint, hat Microsoft noch nicht offiziell angekündigt, bisherige Berichte gehen von 2012 aus. Es gibt aber bereits jetzt eine frühe "Developer Preview", die man sich herunterladen kann.

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