880692

Windows 98 darf ausgeliefert werden

14.05.1998 | 00:00 Uhr |

Microsoft hat in seinen Auseinandersetzungen mit der US-Antitrust-Behörde einen Teilerfolg erzielt. In den letzten Wochen hatten sich Gerüchte gehalten, die Ermittlungen der Antitrust-Beamten gegen den Softwaregiganten aus Redmond könnten die termingerechte Auslieferung von Windows 98 im Juni dieses Jahres verzögern - was eine Katastrophe für Micrsosoft gewesen wäre.

Gestern entschied jedoch ein Bundesgericht, daß die Antitrust-Behörde eine neue Anklage einreichen müsse, wenn sie die Vorwürfe gegen Microsoft auch auf das Produkt Windows 98 ausdehnen wolle. Bisher hatten sich die Ermittlungen der Beamten auf Windows 95 bezogen. Streitpunkt ist nach wie vor die Tatsache, daß Microsoft seine Internet-Software mit seinem Betriebssystem zusammen ausliefert.

Welche Dimensionen diese Entscheidung hat, wird vor allem angesichts der Tatsache deutlich, daß mittlerweile fast alle US-Staaten sich den Ermittlungen der Antitrust-Behörde angeschlossen haben. Einzige Ausnahme ist Texas, Heimatstaat von Microsoft, dessen Vertreter angekündigt hatte, mit den Ermittlungen noch einige Wochen zu warten.

Insider schätzen, daß Microsoft noch in diesem Jahr 19,7 Millionen Exemplare seiner neuen Betriebssystem-Version verkaufen wird.

Sun Microsystems zog prompt nach Bekanntwerden der richterlichen Entscheidung gestern ebenfalls vor Gericht, um Microsoft zu zwingen, Windows 98 mit Suns Javascript auszuliefern.

Es bleibt also weiter spannend, umso mehr, da Microsoft morgen Windows 98 an seine Entwickler und die großen PC-Hersteller schicken will. mbi

0 Kommentare zu diesem Artikel
880692