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Google-CEO bedauert Nokias Entscheidung für Windows Phone 7

16.02.2011 | 09:50 Uhr |

Der scheidende Google-CEO Eric Schmidt hat in seiner Keynote auf dem Mobile World Congress Nokias Entscheidung bedauert, für seine Samrtphones das Microsoft-Betriebssystem Windows Phone 7 einzusetzen.

Eric Schmidt
Vergrößern Eric Schmidt
© Google

Google hätte es begrüßt, wenn Nokia sich für Android entschieden hätte, und versuchte den finnischen Konzern von seiner Plattform zu überzeugen. Bei Nokia war jedoch mit ein Grund, ein kommendes Duopol von Google und Apple im Smartphonemarkt zu verhindern, stattdessen wolle man lieber "ein Rennen mit drei Pferden", wie es Nokias CEO Stephen Elop , ein ehemaliger Microsoft-Manager, seinerseits auf dem MWC ausdrückte.

Schmidt preiste in seiner Rede die Forschritte von Android: Derzeit würden 300.000 Android-Handys pro Tag aktiviert werden, 150.000 Apps seien im Android Market nun zu haben, dreimal so viele wie noch vor neun Monaten. An bedeutenden Trends macht Schmidt etwa Cloud Computing aus - Spekulationen zufolge soll Apple mit dem iPhone Nano diesen Trend aufgreifen. Die Geräte würden zudem immer mehr und mehr leisten können, und der Netzausbau schreite voran. Laut Schmidt würden bereits 98 Prozent der Netzbetreiber Downloadgeschwindigkeiten im Bereich von Megabites pro Sekunde erlauben. Die kommende Mobilfunkgeneration LTE würde "einen Satz von Anwendungen" ermöglichen, die man sich heute "noch kaum vorstellen" könne.

Vorgestellt hat Schmidt hingegen eine Videoschnitt-App für Tablets namens Movie Studio, die in ihrer Funktion Apples iMovie ähnelt. iMovie ist derzeit nur an das iPhone 4 angepasst , eine Tablet-Version fehlt noch.

Zu Ende seiner Rede stilisierte Schmidt sich und die Branche als Heilsbringer: Der ausgreifende Mobilfunkmarkt gebe Hoffnung, mit all den Menschen in der Welt kommunizieren zu können, die bisher vom Netz ausgeschlossen sind. Dies würde die größten Probleme auf Erden lösen helfen, etwa Terrorismus und Klimawandel. Eine Frage aus dem Auditorium brachte Schmidt jedoch zurück auf den Boden: Ob der in viele Systemvarianten zersplitterte Android-Markt nicht ein Problem für Entwickler sei, wollte er nicht beantworten.

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