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iPhone zwang Microsoft zu Neuanfang für Windows Phone

10.01.2012 | 05:53 Uhr |

Das vor fünf Jahren vorgestellte iPhone hat Microsoft dazu gezwungen, seine mobile Plattform auf Null zurückzusetzen und Windows Phone komplett neu zu entwickeln, berichten in der New York Times ehemalige und aktuelle Microsoft-Entwickler.

"Apple hat durch seine einzigartigen und für Kunden attraktiven Neuheiten eine Gezeitenwende in der IT ausgelöst. Wir wollten mit etwas wettbewerbsfähigem antworten, das aber nicht das gleiche sein durfte," erklärt unter anderem der Software-Designer Joe Belfiore dem Blatt. Ende 2008 habe das von Terry Myerson geleitete Team entschlossen, die bisherige Mobilstrategie aufzugeben und wieder vollkommen von vorne anzufangen. Im Rückblick sieht Myerson Microsoft "auf dem Boden liegen", was aber die Chance eröffnet habe, neue Dinge auszuprobieren eine neue Mannschaft aufzubauen und mit ihr neue Wege zu beschreiten. Einen drastischen Vergleich der damaligen Situation Microsofts zieht der ehemalige Manager Charlie Kindel: Das iPhone sei wie der Felsbrocken gewesen, der den Unterarm des Bergsteigers Aaron Ralston einklemmte. Ralston, dessen Geschichte vor zwei Jahren unter dem Titel "127 Stunden" in die Kinos gekommen war, hatte nach reiflicher Überlegung sich selbst die Hand mit einem Taschenmesser amputiert, um der Falle zu entkommen. Microsoft habe aber nicht nur fünf Tage unter den von Apple und RIM ausgelösten Steinschlägen verharrt, sondern drei oder vier Jahre nach einem Ausweg gesucht.

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