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Windows ohne Internet Explorer

17.12.1997 | 00:00 Uhr |

Ein amerikanisches Bezirksgericht hat dem Antrag des US-Justizministerium, wonach sich Microsoft bei der Vermarktung des Web-Browser Internet Explorer wettbewerbswidrig verhält, zum Teil stattgegeben. In dem Antrag vom 15. Juli 1997 wurde dem Software-Hersteller aus Redmond Verstöße gegen den Sherman Act, eine Antikartell-Vereinbarung, vorgeworfen. Als erste Konsequenz untersagte das Gericht, Lizenzen für Windows mit Microsofts Web-Browsern zu koppeln.

Der Richter des Bezirksgerichts, Thomas Penfield Jackson, wertete die Anklage der Regierung gegen Microsoft als noch nicht eindeutig nachweisbar. Vor dem endgültigen Urteil muß noch geklärt werden, was zum Beispiel unter einem integrierten Produkt zu verstehen ist. Das angedrohte Bußgeld von einer Million US-Dollar täglich braucht Microsoft zur Zeit nicht zu bezahlen. Auch die Geheimhaltungsklausel in den Lizenzverträgen darf der Windows-Hersteller vorerst weiterverwenden.

Bis zum 31. Mai soll nun ein Experte ein Gutachten erstellen, das zur endgültigen Klärung des Vorwurfs beitragen soll. Microsoft will sich nach eigenem Bekunden an das Gerichtsurteil halten. mst

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