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BT verlangt Ausstieg des Bundes bei der Deutschen Telekom

03.01.2008 | 10:06 Uhr

Der Telekomkonzern BT Group fordert einen Ausstieg des Bundes bei der Deutschen Telekom, damit die Regulierungsbehörde künftig freier agieren kann.

"Wir in Deutschland sollten uns am britischen Modell orientieren", sagte BT -Deutschlandchef Jan Geldmacher dem "Handelsblatt" (Donnerstag). "In Großbritannien ist es durch den vollständigen Rückzug des Staates möglich geworden, einen funktionierenden Wettbewerb mit starken Unternehmen zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund kann auch die Regulierungsbehörde sehr frei agieren. In Deutschland haben wir leider noch einigen Nachholbedarf."

Durch die Beteiligung des Staates sei die Bundesnetzagentur in einer Zwickmühle. "Sie muss abwägen zwischen den Interessen der Marktteilnehmer und des Staates, der Teilhaber an der Telekom ist. Wir werden daher ein scharfes Auge auf die weitere Regulierungspolitik werfen", kündigte Geldmacher an.

Von der Forderung der Deutschen Telekom nach einer Wende der Regulierungspolitik, um der Sicherung von Arbeitsplätzen ein größeres Gewicht einzuräumen, hält der BT-Manager unterdessen nichts: "Wenn es um das Thema Arbeitsplätze geht, ist der funktionierende Wettbewerb der beste Garant. Der Markt kann aber nur funktionieren, wenn sich der Staat heraushält." (dpa/tc)

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