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"Wir wollen Lösungen für unsere Kunden bereit stellen"

10.01.2002 | 00:00 Uhr |

Am Rande der Macworld Expo sprach Macwelt-Redakteur Christian Möller mit Phil Schiller und Pascal Cagni über High-Tech im iMac, Apple-Stores und den iPhoto-Service in Europa sowie über die Frage, warum man am iBook kaum etwas verbessern konnte.

Macwelt:
Gratulation zum neuen iMac, ein tolles Design, wie wir finden. Mit einem Einstiegspreis von 1300 Dollar gibt Apple jedoch das Einsteiger-Segement unterhalb von 1000 Dollar auf. Befürchten Sie nicht, dass Sie dadurch viele Neukunden verlieren?

Phil Schiller:


Einen Computer wie den neuen iMac, mit all seinen technischen Innovationen, wie TFT-Monitor, G4-Prozessor und Superdrive kann man derzeit nicht für unter 1000 Dollar anbieten. Dennoch geben das Einsteiger-Segment nicht auf. Zwei Modelle der alten iMac-Linie bleiben weiterhin im Programm. Sie liegen unterhalb von 1000 Dollar, was in den USA eine kritische Schwelle ist.

Macwelt:


Das iMac-Top-Modell mit Superdrive, und 800 MHz G4-Prozessor kommt sowohl von der Leistung als auch vom Preis sehr nahe an die G4-Desktop-Macs heran. Macht Apple sich da nicht Konkurrenz im eigenen Hause?

Phil Schiller:


Ich liebe diese Frage, denn sie sagt uns, dass wir wirklich viel Leistung in den neuen iMac gepackt haben, aber die Kunden der G4-Power Macs wollen was anderes. Sie wollen, Dinge wie das Cinema-Display, Multiprozessing, PCI-Steckplätze und die Möglichkeit mehrere interne Festplatten einzusetzen. Sie wollen schlicht das beste an High-End-Technologie, das wir machen.

Macwelt:


Eine sehr interessante Sache ist die Ankündigung, dass Apple mit iPhoto nicht nur eine neues kostenslose Consumer-Software anbietet, sondern zeitgleich einen Internet-Service bereitstellt, der, wenn man ihn richtig nutzen will auch Geld kostet, denn 20 MB kostenloser Speicherplatz für iPhotos sind schnell voll.

Phil Schiller:


Da ist etwas Wahres dran, aber ganz so sehen wir das nicht. Will wollen Lösungen für unsere Kunden bereitstellen. Wir sind die letzte Firma im IT-Bereich, die die volle Verantwortung für unsere Kunden übernehmen. Das geht von der einfachen Bedienung unserer Computer bis zu der Möglichkeit die schönen Fotoalben zu fertigen. Ein weiteres Besipiel dafür ist iDVD. Was nützt diese Software, wenn unsere Kunden keine DVD-R-Medien zu einem vernüftigen Preis bekommen können. Deswegen bieten wir selbst diese Medien an. Aus diesem Grund machen wir das, nicht, weil unbedingt im Internet-Geschäft mitmischen wollen, wir wollen eine komplette Lösung für unsere Kunden liefern.

Pascal Cagni:


Um die Antwort zu ergänzen: wir sind derzeit noch nicht in der Lage, den Foto-Service in Europa anzubieten, aber wir arbeiten bereits daran. Da gibt es natürlich Unterschiede in den Prioritäten, Europa ist wesentlich mehr fragmentiert als die USA, aber wir schauen uns das sehr genau an.

Macwelt:


Das dürfte in anderen Länder wohl auch so sein.

Pascal Cagni:


Ja, das ist derzeit bei allen Ländern außerhalb der USA so. Ich denke, obwohl wir diesen Service noch nicht global anbieten können, leistet iPhoto auch ohne diesen schon so viel, dass es sich für alle Mac-Kunden weltweit schon jetzt auszahlt. Die Art, wie es Fotos organisiert und dem Benutzer zugänglich macht, ist einzigartig, außerdem nutzt es alle Vorteile von Mac-OS X aus. iPhoto kommt drei Jahre nach unserer ersten Consumer-Applikation iMovie und und Grund der Erfahrung, die wir damit gemacht haben ist iPhoto schon jetzt erwachsen.

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