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Wird Siri von den aktuellen Mikros ausgebremst?

26.08.2016 | 14:57 Uhr |

Bei Sprachassistenten wie Siri und Alexa scheint mittlerweile das Mikrofon das schwächste Glied

Siri wird immer besser, als zunehmende Hürde scheinen sich aber die herkömmlichen Mikrofone zu erweisen. Technisch hat sich laut einem Bericht von Bloomberg nämlich in den letzten Jahren bei den in Mobilgeräten verbauten MEMS Mikros wenig getan – zumindest was die Hardware betrifft. Smartphone-Hersteller kompensieren dies aktuell durch mehrere Mikros.

Bei ersten iPhones musste man wegen des mäßigen Schallaufnehmers für gute Sprachaufnahmen zum Headset greifen, ab dem iPhone 5 verbaut Apple drei und im iPhone 6S inzwischen ganze vier Mikrofone (drei Knowles KSM2 und ein Goertek GWM1). Haben Sie sich vielleicht schon gewundert, was beim iPhone die Aufgabe des kleinen Lochs zwischen Kamera und Blitzt ist? Es ist natürlich ein Mikro . Diese können im Zusammenspiel Hintergrundgeräusche herausfiltern und gezielt die Lautstärke von Sprache verstärken.

Gelöst wird dies vor allem durch Algorithmen, so setzt der Marktführer Knowles vor allem auf die Integration aufwendiger Software-Lösungen. So bieten dessen Smart Microphones, die beispielsweise für Wearables gedacht sind, automatische Spracherkennung und automatische Anpassung an die Hintergrundlautstärke. Die Aktivierung funktioniert dann in einem lauten Restaurant ebenso wie in einer ruhigen Bibliothek und verbraucht nur wenig Akkuleistung.

Einen neuen Weg versucht dagegen ein Startup wie Vesper , das die immer noch nach dem Prinzip eines Kondensatormikrofons arbeitenden MEMS durch eine piezoelektrische Membran ersetzen will. Das nicht zuletzt für Smartphones gedachte VM1000 soll für bessere Signalqualität und geringeren Stromverbrauch sorgen, laut Vesper CEO Matt Crowley. So sind sie robuster und wasserdicht. Auf den Markt wird die neue Technologie aber wohl erst Mitte 2017 kommen, das amerikanische Unternehmen hat Kooperationen mit den Herstellern AAC Technologies und Weifang Xingang angekündigt. Ob sich diese neue Technologie aber auch am Markt bewährt, ist wohl noch ungewiss.

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