924273

Wochenendmagazin 29/04

17.07.2004 | 10:40 Uhr |

Report: Douglas Kirklands Workshop zur Portraitfotografie auf der griechischen Insel Kos +++ Switch, Teil III: Lars' eMac ist endlich da +++ Macwelt Replay: Doom kommt für Mac-OS X, Kurztest Rayman 3 +++ Steiger vs. Müller: Geld, Geld, Geld

Portrait-Fotografieren mit Douglas Kirkland

Douglas Kirkland hat schon viele Hollywood-Größen und Prominenten vor der Linse gehabt. Von Ringo Star, Robert de Niro, Arnold Schwarzenegger über Bjork bis Nikole Kidman und Audrey Hepburn. Auf der sonnigen Insel Kos in Griechenland zeigte der Star-Fotograf einen kleinen Einblick, wie er Portrait-Aufnahmen erstellt.

von Markus Schelhorn

Viele Dinge beim Fotografieren, wie etwas die Ästhetik oder das Gespür für ein gutes Motiv, lassen sich nur schwer lernen und verlangen nach langem Experimentieren und langer Erfahrung. Doch gibt es laut Douglas Kirkland einen Schlüssel zum Erfolg. Man sollte immer daran denken, dass derjenige, den man Portraitiert, ist kein Gegenstand ist sondern als Star behandelt wird.

Vorbereitung

An Vertrauen kann das Modell verlieren, wenn der Fotograf sich mehr mit den Einstellungen der Kamera als mit der richtigen Pose beschäftigt. Deshalb muss man sehr gut mit seiner Ausrüstung vertraut sein, damit die Technik während des Shootings in den Hintergrund tritt und das Wesentliche. also der zu Portraitierte, die gebührende Aufmerksamkeit erhält.
Erfindungsgeist und Improvisation sind am Set oft gefragt. Vor dem Shooting sollte man sich bewusst sein, welche Mittel einem zu Verfügung stehen und nicht versuchen, mehr aus der Szene zu machen, als möglich. Fast wie der berühmte Ausspruch des Kaiser Franz lautet das Motto von Douglas Kirkland: Wenn Du schaust, wirst Du sehen. Das soll heißen: Zunächst sollte man ein Bild beurteilen, bevor man es durch den Sucher der Kamera anfixiert.

Atmosphäre

Selbstverständlich sollte es sein, dass der Portraitierte sich am Set wohl fühlt. Dazu sollte man bemüht sein, eine entspannte Atmosphäre zu erzeugen. Denn von jemand der gut gelaunt und zufrieden ist, kann man die besten Fotos schießen. Dazu gehört auch, dass man mehr über das Modell erfahren möchte. Wer ist er, was macht er? Hat er eine Familie, welchen Sport mag er und wohin reist er gerne? - Zeigt man Interesse am Modell, stärkt dies die Beziehung zum Fotografen.
Der Portraitierte sollte zufrieden sein, wie er ausschaut. Statt Negatives darüber zu äußern, sollte man sein Selbstvertrauen aufbauen. Komplimente helfen hier sehr weiter.
Hat ein Portraitierter einen "Makel", den der Fotograf kaschieren will, dann kann man zu Mitteln wie einen Hut, den Schattenwurf oder ähnliches greifen. Dabei sollte man das Modell beim einweisen in die Pose nicht sagen, dass man mit einem speziellen Stilmittel etwas kaschieren möchte.

0 Kommentare zu diesem Artikel
924273