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Wochenendmagazin 35|04

28.08.2004 | 16:00 Uhr |

Der ferngesteuerte Rechner +++ Serie: Switch, Teil 9 +++ Glosse: Wie sehr Augen am Monitor leiden +++ Kolumne: Auf der anderen Seite +++ Pilenews: Macwelt Replay 35|04 +++ Kontroverse: Steiger und Müller freuen sich auf dei Apple Expo

Der ferngesteuerte Rechner

Workshop VNC

Mit Fernsteuerungssoftware kann man sich einen entfernten PC oder Mac auf seinen Bildschirm holen - auch mit kostenloser Software.

von Stephan Wiesend

Sie benutzen abwechselnd einen Mac und eine PC? Da sind sie nicht der einzige. Immer mehr Anwender haben im Büro außer einem Mac auch eine der hässlichen Windows-Kisten neben sich oder im Nebenzimmer stehen.
Es ist heutzutage nicht notwendig, sich mühsam von seinem Bürostuhl zu erheben und zum anderen Rechner zu laufen: Mit einer Fernsteuerungssoftware kann man den Windows- oder Linux-PC bequem vom Mac aus bedienen. Der Schreibtisch des zu bedienenden Rechners erscheint in einem Fenster und man kann den Rechner fast uneingeschränkt bedienen - auch ohne einen zweiten Bildschirm.

Profis benutzen dazu Programme wie Citrix, Apple Remote Desktop oder Timbuktu. Diese kommerziellen Produkte sind sehr zuverlässig und erlauben Bedienung in (fast) Echtzeit. Sie kosten aber auch etwa so viel wie ein Billig-PC. Für sparsame Mac-OS X-Anwender, die von einem Mac einen PC steuern wollen, gibt es von Microsoft die kostenlose Software Remote Desktop - diese Software funktioniert aber nicht mit dem weit verbreiteten XP Home.

Völlig kostenlos ist die Open Source Lösung VNC verfügbar. Ursprünglich wurde das System von AT & T entwickelt und setzt auf einem Server und einem Client-Programm auf. Der Rechner auf dem der VNC Server läuft, lässt sich von jedem Rechner mit einem VNC-Viewer aus bedienen. Derartige Viewer sind für fast alle Systeme verfügbar, auch für Mac-OS 9, Pocket PC oder Solaris.

Mit etwas Netzwerkkenntnissen ist die Einrichtung schnell geschehen: Als Serverprogramm für Mac-OS X steht die Software OSXVNC bereit, für Windows unter anderem RealVNC. Der Server stellt nach dem Programmstart automatisch den Schreibtischinhalt des Rechners im Netz bereit. Um mit dem Server zu kommunizieren, benötigt man nun ein Viewerprogramm - Server und Viewer müssen dazu nur das gleiche Protokoll beherrschen. Besonders einfach funktioniert dies in einem lokalen Netz. Man gibt die IP-Nummer des Serverrechners ein und der Server-Rechner erscheint in einem eigenen Fenster.
Funktioniert die Verbindung nicht auf Anhieb, ist vermutlich auf einem der Rechner eine Firewall aktiv, die den benutzten Port (in der Regel ist dies der Port 5900) blockiert. Unter Mac-OS X kann man diesen Port unter der Systemeinstellung Sharing freigeben, unter Windows XP SP 2 kann man den Port in der Window Firewall freigeben.

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