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Wochenendmagazin 40|04

03.10.2004 | 16:00 Uhr |

iDisk und GMX Mediacenter im Vergleich oder "einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul"

Kurz vor dem ersten April hatte Google die Welt der Webhoster mit dem Dienst Google-Mail gehörig aufgeschreckt. Die Grundidee, ein ganzes Gigabyte kostenloser E-Mail-Speicherplatz, erschien zuerst wie ein Aprilscherz. Mittlerweile haben aber alle größeren Internetprovider nachgezogen und bieten ihren Kunden mehr Speicherplatz. Seit kurzem bietet Apple seinen (zahlenden) .Mac-Kunden sogar 250 MB an echtem Webspace.

von Stephan Wiesend

Seit Mitte August stellt die Münchener Firma GMX Nutzern ihres werbefinanzierten E-Mail-Dienstes ein ganzes Gigabyte Speicherplatz für E-Mails zur Verfügung. Mit ein paar Einschränkungen kann man diesen Speicherplatz sogar so ähnlich wie eine iDisk nutzen. Zum Vergleich das Angebot der anderen Free-Mailer: Kostenlos gibt es bei Hotmail 250 Megabyte, bei Yahoo 100 Megabyte und bei Lycos 15 Megabyte Speicherplatz. WEB.DE bietet vergleichsweise magere 12,5 Megabyte. Wir werfen aus aktuellem Anlass einen kurzen Blick auf das kostenlose GMX und das kostspielige .Mac. Dabei interessieren uns in erster Linie die Vor- und Nachteile der Internet-Datenspeicher.

Die technischen Grundlagen der beiden Dienste sind sehr ähnlich. GMX und .Mac-Kunden erhalten auf einem Webserver einen eigenen Ordner zugewiesen, den man per Web-Oberfläche oder das Protokoll WebDav bedient.

Datenspeicher

Offiziell wird der Mac von GMX nicht unterstützt, ein eigenes Zugangsprogramm steht nur für Windows zur Verfügung. Das Internet-Volume können GMX-Kunden auch unter Mac-OS X problemlos als Datenspeicher nutzen. Über den Menüpunkt "Gehe zu" gibt man einfach die Adresse http://mediacenter.gmx.net (http statt wie bei GMX angegeben https) sowie Anmeldenamen und Kennwort ein. Innerhalb weniger Sekunden mountet sich die GMX-Disk als Servervolume und kann für Uploads- und Downloads genutzt werden. Für den Datenabgleich zwischen Büro und Daheim sicher eine nützliche Funktion.

Zum Vergleich kopieren wir über eine Standard-DSL-Verbindung einen kleinen Quicktime-Film, 12,3 MB groß, auf die jeweiligen Server von .Mac und GMX.

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