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Wochenendmagazin 41|04

10.10.2004 | 16:00 Uhr |

Report: Vodafone Connection Card im Einsatz +++ Interview: Der erste europäische Xserve-Cluster simuliert in Hamburg Sternenatmosphären +++ Auf der anderen Seite: Silvester 2006 mit Longhorn +++ Spielenews: Macwelt Replay 41|04 +++ Müller vs. ...: Hadern mit den Schweden

Mobil surfen in der dritten Generation

Der Macwelt-Leser-Test zu UMTS ist fast vorbei: Erste Ergebnisse unserer Aktion mit der Vodafone Connect Card für die Apple Powerbooks

von Ole Meiners

Diese Gelegenheit haben selbst Fachjournalisten selten: Technik nach Lust und Laune zu testen. Insgesamt fünf Macwelt-Leser hatten diese Chance, zum Marktstart der UMTS-Datenkarte mit Mac-Software konnten sie dem Mobilfunknetz der dritten Generation (3G) von Vodafone auf den Zahn fühlen, und zwar einen ganzen Monat lang und völlig kostenlos. Die Meinung der Teilnehmer: "prima" bis "total begeistert". Hohe Downloadgeschwindigkeiten, die jeden ISDN-Anschluss abhängen, und eine einfache Bedienung haben die fünf Gewinner unserer Aktion für die Vodafone Connect Card (VCC) mit der Mobile-Connect-Software eingenommen. Bei dreien hat Macwelt.de schon einmal nachgefragt…

Frank Limbach
Vergrößern Frank Limbach
© 2015

"Der Monat ist wirklich schon 'rum?" Frank Limbach bot der Redaktion einen Auslands-Härtetest an, um die VCC noch ein wenig länger zu behalten. Der 62-Jährige geht in den nächsten Tagen auf Kreuzfahrt und nimmt natürlich sein TiBook mit auf die Seereise - hätte dann aber den Datenverkehr selbst zahlen müssen. Von Göttingen aus ist der ehemalige Lehrer freiberuflich im Kulturmanagement tätig, und zwar bundesweit. "Neu ist es für mich nicht, mit meinem Powerbook auch unterwegs online gehen zu können, mit GPRS-Handy und Infrarot-Verbindung mache ich das schon seit einiger Zeit." Was er aber schätzen gelernt hat, ist die einfache Bedienung: "Karte rein, Software starten - und nach einer Minute ist man online."

Sebastian Becker
Vergrößern Sebastian Becker
© 2015

Dieses einfache Handling begeistert auch den 24-jährigen Mediengestalter Sebastian Becker aus Stuttgart. "Man muss keine Telefondose suchen oder vor Ort beim Kunden den Admin fragen, wie denn die genauen IP-Einstellungen sind." Was ihn am meisten überrascht hat, war die bereits recht fortgeschrittene UMTS-Netzabdeckung in seiner Region: "Selbst bei meinen Eltern auf dem Land, wo die Telekom aus Kostengründen kein DSL anbietet, habe ich volle Netzversorgung gehabt!" Erst im tiefsten Wald sei dann die Vodafone-Karte in den langsameren GPRS-Modus zurückgesprungen. "Zum DSL-Anschluss zu Hause ist UMTS definitiv eine Alternative, die ich zudem mitnehmen kann." Allerdings - und da bricht wohl der Schwabe durch - eine teure.

Die Kosten und die wenig transparente Tarif-Struktur bemängeln alle Test-Teilnehmer, auch wenn sie selbst für den Test-Zeitraum keine Gebühren entrichten mussten und die VCC bei einem Vertragsabschluss mit 24 Monaten Laufzeit schon für einen Euro inklusive Software zu erhalten ist. Für den Laien seien die Volumentarife, die nach Datenaufkommen abrechnen, nur schwer durchschaubar, so die einhellige Meinung, es fehlt sozusagen der "Kilobyte-Zähler" im System. Da seien die Zeittarife viel griffiger, nur: "Ein Takt von zehn Minuten, den finde ich unfair", meint Sebastian Becker, "einmal E-Mails checken für 1,86 Euro ist schon teuer." Auch Frank Limbach moniert, dass es keine echte Flatrate gibt: "Können Sie vielleicht für mich herausbekommen, wie viel ich ,versurft‘ habe?" Zumindest kann er sein Surfverhalten grob abschätzen - bei drei Stunden am Tag böte sich der XXL-100-Tarif an, der mit einhundert Freistunden im Monat 110,20 Euro kostet.

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