Von Peter Müller, Stephan Wiesend, Ole Leitloff, Ole Meiners, Ralf Götze, Stephan Wiesend - 24.10.2004, 16:00

Wochenendmagazin 43

Marktüberblick: MP3-Player ohne Apfel-Logo +++ Analyse: Keine Alternativen zu Virtual PC? +++ Tipp der Woche: Ressource-Rasierer +++ Macwelt Replay 43|04: Spielenews +++ Kontroverse: Vier Iren und ein alter Schwede

Marktüberblick: MP3-Player ohne Apfel-Logo

Vom dreisten Plagiat bis zum coolen Holz-Player
von Ole Leitloff
Der Boom an MP3-Playern erinnert ein bisschen an den Börsen-Hype von 1999, als Firmen es chic fanden, egal wie, egal mit was, am Neuen Markt mitzumischen. Unternehmen wie Gold-Zack, kurz zuvor als Hersteller von Gummibändern Pleite gegangen, platzierten sich plötzlich als Finanzdienstleister neu an der Börse. Der Aktienrausch erledigte den Rest. Nun ist das Börsenfieber vorbei, und Gold-Zack zum zweiten Mal pleite. Fast hysterisch geht es auch auf dem Markt der MP3-Player zu. Täglich überschwemmen neue Abspielgeräte in die Läden und Internetshops.

Wer noch kein Gerät anbietet, beeilt sich zumindest einen in Aussicht zu stellen. T-Online hat gerade einen eigenen Player angekündigt und noch gleich dazu behauptet, Apple bei den Musik-Downloads bereits überholt zu haben. Ebenso will AOL demnächst ein eigenes Gerät auf den Markt bringen. Kamerahersteller Olympus stellte vor wenigen Tagen eigene Abspielgeräte vor, auch Thomson und Teac sind mittlerweile mit eigenen Playern vertreten. Selbst Apples eigener Lieferant Toshiba, Hersteller der in den iPods verbauten Festplatten, bringt nun drei eigene MP3-Spieler auf den Markt. Das Flaggschiff bietet eine Kapazität von 60 Gigabyte, und lässt somit auf einen künftigen neuen und größeren iPod schliessen. Seit Apple den Markt für digitale Musik 2001 erschlossen hat, will jeder dabei sein. Vorher eher unbekannte Firmen wie Rio (Entwickler des ersten flashspeicher-basierten MP3-Player) und Creative tauchen mit ihren MP3-Playern auf dem Massenmarkt auf. Inzwischen ist das Heer der angebotenen Flash- und Festplattenbasierten Geräten riesig und entsprechend unübersichtlich. Produktnamen wie "Nomad Jukebox Zen Xtra" oder Jacetech DDP-1500 machen die Unterscheidung nicht unbedingt einfacher.
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