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Wochenendmagazin 45

07.11.2004 | 16:00 Uhr |

Blackberry - Jetzt Mac-kompatibel +++ Kolumne: Auf der anderen Seite +++ Spiele-News: Macwelt Replay 45|04 +++ Müller vs. Meiners: Bush-Trommeln und andere Musik

E-Mail to go

Der Blackberry ist jetzt Mac-kompatibel: ein erster Test

von Ole Meiners

Amerika erlebt einen Boom: Telefone, mit denen man nicht nur telefonieren, sondern auch E-Mails empfangen und versenden kann, sind seit rund einem Jahr der Renner auf dem nordamerikanischen Kontinent. Das Geheimnis für den Erfolg: E-Mail to push. Einmal abgeschickt kommt die E-Mail sofort auf dem Handgerät an. Klingt wie die "gute, alte" SMS? Irgendwie richtig, doch die Blackberrys haben mehr drauf als ein GSM-Telefon: Je nach Modell können sie Word- oder PDF-Dateien anzeigen und sind in der Länge der Nachrichten auch nicht auf 160 Zeichen beschränkt.

Jetzt ist "E-Mail to go" auch in Deutschland angekommen, alle Netzanbieter haben mittlerweile auch Blackberry-Lösungen im Portfolio. Und die gute Nachricht für alle Mac-Anwender: Der Blackberry ist dank der Software "Pocket Mac" jetzt auch kompatibel zu den Apple-Rechnern geworden, iSync gleicht Adressen, Telefonnummern, Termine und Aufgaben, ja sogar die Eintragungen auf den digitalen Klebezetteln, den "Notizzetteln", ab. Ein erster Blick auf die "Brombeeren" - und wie sie das Leben mit und ohne Mac fruchtbarer gestalten kann.

Der erste Eindruck

Er ist kein Mobiltelefon, er ist kein Organizer - er ist beides: Der Blackberry 7230 liegt schmeichelnd wie ein Palm in der Hand und bietet eine QWERTZ-Tastatur, die sich recht gut mit den Daumen bedienen lässt. Ein wenig Training ist allerdings nötig, um die unterschiedlichen Ebenen der Tastatur zielsicher anzusprechen, dann aber geht das Tippen deutlich schneller von der Hand als beim "tickern" über eine normale Handytastatur oder per Stifteingabe beim Palm. Zentrales Bedienelement neben der Tastatur ist das Jog-Dial an der rechten Gehäuseseite, dass mit dem Daumen der rechten Hand oder Zeigefinger der linken Hand sicher zu führen ist - der Blackberry ist damit auch für Linkshänder geeignet. Wie bei Business-Handys üblich verfügt der Blackberry über eine Termin-, Aufgaben- und Adressverwaltung, die Mobilfunkfunktionen lassen sich über das Menü komplett deaktivieren. Im Flieger oder im Krankenhaus muss der Anwender die Kommunikationseinrichtung also nicht komplett abgeschalten, Nachrichten lassen sich während des Transatlantikflugs weiterbearbeiten und der Organizer steht komplett zur Verfügung - in den USA angekommen, sind die dortigen GSM-Netze ebenfalls nutzbar.
Es fehlt allerdings eine Infrarot- und die mittlerweile übliche Bluetoothschnittstelle, als Funkmodem steht der Blackberry 7230 nicht zur Verfügung und eine Freisprecheinrichtung ist nur als Kabelvariante anschließbar. Auf die sollte man auch nicht verzichten: Zwar ist das Gerät mit 135 Gramm kaum schwerer als ein GSM-Handy, sich diese flache Flunder aber ans Ohr zu halten, lenkt neugierige Blicke auf einen selbst - das ist nicht jedermanns Sache. Die neue Variante 7100v ähnelt schon viel mehr einem Mobiltelefon und folgt damit deutlich dem europäischen Designgeschmack, die eingebaute Funkschnittstelle unterstützt aber nur Bluetooth-Headsets und keine Computerverbindungen.

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