929155

Wochenendmagazin 48

28.11.2004 | 16:04 Uhr |

Workshop: GPRS auf dem Mac +++ Auf der anderen Seite +++ Macwelt Replay +++ Müller vs. Meiners

Modem to go

So nutzen Sie Ihr Handy als Funkmodem

von Ole Meiners

Sie haben ein Mobiltelefon? Natürlich - und bestimmt mit Bluetooth. Denn der Kurzstreckenfunk sorgt für eine gute Verbindung zum Mac, gleicht via iSync die Kontakt- und Termindatenbank mit iCal und dem Adressbuch ab. Doch der Kurzstreckenfunk ist auch langstreckentauglich: Das Handy dient dem Mac als Funkmodem. Das macht natürlich an den mobilen Rechnern und unterwegs Sinn, doch auch dem Desktop-Mac kann eine GPRS-Verbindung gut stehen, wenn etwa nach einem Umzug das Telefonkabel noch nicht geschaltet ist oder der Provider den Datensaft abgesperrt hat.

Immerhin rund 55 Kilobit pro Sekunde fließen im GPRS-Netz über den Funkkanal - abhängig von vielen Faktoren wie Telefonmodell, Provider oder Feldstärke des Netzes, das entspricht in etwa der Leistung eines analogen Modems. Zum gezielten Surfen oder dem schnellen E-Mail-Austausch ohne große Anhänge reicht die Performance aus. Der Bluetooth-Assistent, Apples Dienstprogramm zur Konfiguration diverser funkender Hardware, erkennt zwar die Modemfähigkeit eines modernen Handys, doch fehlen dem System die passenden Modemskripte - und die Einstellungen für die verschiedenen Netzbetreiber kennt es auch nicht. Da hilft entweder die kostenpflichtige Software 'Mobile High Speed' von Nova Media aus Berlin ( www.novamedia.de ) - oder Ross Barkman: Der Londoner Mac-Freak hat für die meisten Mobiltelefone ein passendes Skript auf Lager - Sie finden die Dateien unter www.taniwha.org.uk - und mit ein wenig Konfigurationsaufwand nutzen Sie Ihren Mobilfunkprovider auch als Internet-Anbieter. Behalten Sie aber die Kosten im Auge: Sollten Sie nach kurzer Zeit feststellen, dass Ihnen diese Kommunikationsvariante immer gefehlt hat, fragen Sie Ihren Anbieter nach speziellen Datentarifen. Denn billig ist das Surfen via GPRS nicht!

0 Kommentare zu diesem Artikel
929155