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Workshop Benutzerrechte unter Mac-OS X

29.08.2007 | 13:56 Uhr |

Das Unix-Betriebssystem stammt aus den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Auf diese Basis baut Mac-OS X, um zu entscheiden, welche Dateien man verändern darf und welche nicht. Bevor man zum Dienstprogramm Terminal greift, um Zugriffsrechte zu ändern, sollte man sich deshalb klar machen, welche modernen Konzepte Apple verwendet, um unter anderem die Sicherheit des Systems zu erhöhen.

Man könnte mal wieder Zugriffsrechte reparieren. Soll ja unter Mac-OS X gegen alles helfen... Oder einige wilde Befehle im Terminal eintippen, damit sich die Datei im Papierkorb doch löschen lässt... Oder man könnte den ein oder anderen Punkt der folgenden Seiten lesen, um zu verstehen, welche Struktur hinter den Zugriffsrechten von Mac-OS X steht.

Es gibt immer mehrere Benutzer

Selbst wenn man zu Hause alleine vor dem Mac sitzt und niemals einem anderen Menschen Zugang zur Tastatur gewährt, hilft das Konzept des Mehrbenutzer-Betriebssystems, das Mac-OS X von Unix geerbt hat. Denn es verhindert zum Beispiel, dass man versehentlich wichtige Dateien im Betriebssystem löscht oder überschreibt.

Einer der Schutzmechanismen für die Dateien des Betriebssystems ist, dass sie einem anderen Benutzer zugeordnet sind, so dass man sie nicht ohne weiteres verändern oder löschen kann.

TIPP Im Normalzustand muss man (und sollte man) keine Dateien außerhalb des Ordners speichern, dessen Name der Kurzform des eigenen Benutzernamens entspricht. Dieser Ordner heißt manchmal im Betriebssystem „Benutzerordner“ oder auch „Privat“. Gemeint ist damit aber immer ein Unterordner des Ordners „/Benutzer“. Im eigenen Benutzerordner darf man schalten und walten, wie man will.

So entsteht der Ordner „Privat“

Der erste Privatordner (Kürzel im Finder: Befehl-Hochstelltaste-H) entsteht bei der Installation von Mac-OS X; sein Name ist immer die Kurzform des Benutzernamens. Der Benutzer „Eva Musterfrau“ mit dem Kurznamen „em“ erhält deshalb den Privatordner „/Benutzer/em“.

Mac-OS X bedient sich dabei einer Schablone, sprich: eines vordefinierten Satzes von Ordner und Dateien. Sie steht in einem Unterordner von „/System/Library/User Template“ und trägt die Bezeichnung, mit der Programmierer die deutschsprachigen Teile einer Software kennzeichnen – „German.lproj“ (= „German language project“).

Die darin enthaltenen Ordner kopiert Mac-OS X bei der Installation in den neu angelegten Privatordner und ändert anschließend die Zugriffsrechte so, dass nur noch ein Benutzer darauf Zugriff hat. Im Beispiel mit „Eva Musterfrau“ also auf den Eigentümer „em“ und die Gruppe „em“.

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