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Workshop SIP-Account einrichten

17.01.2007 | 14:00 Uhr |

Wer einen Festnetzersatz oder einen zusätzlichen Anschluss sucht, umsonst oder zumindest kostengünstig telefonieren will, der sollte ein kostenloses Account bei einem VoIP-Provider mit SIP-Unterstützung wählen

Schaut man sich die Werbung der großen Internet-Provider einmal etwas genauer an, so wird klar, dass Internet-Telefonie auch für Privatpersonen und kleinere Firmen längst Realität ist. Die so genannten Komplettangebote von Strato, Freenet, 1&1, Web.de und anderen beinhalten in vielen Fällen eine Flatrate oder zumindest stark verbilligte Telefonate ins deutsche Festnetz und sehr preiswerte Auslandstelefonate. Dabei kann der Kunde sein Telefon-Equipment weiter benutzen oder sich einfach ein ISDN- oder Analogtelefon anschaffen und dieses einsetzen. Die Provider stellen einen DSL-Router zur Verfügung, der neben Anschlüssen für den oder die Computer auch solche für das Telefon beinhaltet. In vielen Fällen bekkommt der Kunde eine Fritz-Fon-Box von AVM. Die Telefonate erfolgen dann automatisch via Voice over IP. In diesem Falle nutzen die Provider dabei den SIP-Standard (Session Initiation Protocol). Der Kunde bekommt er eine zu seinem Wohnort (zur Vorwahl) passende Telefonnummer kostenlos vom Provider, oftmals kann er sogar seine alte Nummer behalten. Untereinander telefonieren die Kunden eines Providers natürlich ebenfalls kostenlos, seit der Zusammenschaltung der Providernetze auch mit Kunden der anderen. Um Voice over IP kostenlos nutzen zu können, ist aber kein Vertragsabschluss mit einem der genannten Anbieter nötig. Vielmehr kann jeder, der über einen DSLAnschluss bei einem beliebigen Provider verfügt, einen SIP-kompatiblen Internet- Telefonanschluss erhalten. Neben Sipgate bieten in Deutschland verschiedene andere Anbieter derartige kostenlose Dienstleistungen an, mit immer sehr guten Beurteilungen bedacht ist zum Beispiel der Provider Dus.net .

National und international

Nach Freischaltung eines Accounts kann der Kunde sofort mithilfe einer kostenlosen Software sowie eines Mac, Mikrofons und Lautsprechers oder Headsets damit beginnen, kostenlos mit anderen Internet-Telefonierern zu sprechen. Statt des so genannten Softphones lassen sich auch spezielle IP-Telefone, Router mit VoIP-Unterstützung oder WLAN-Handys mit SIP-Client zum Telefonieren einsetzen. Dank der Zusammenschaltung der Netze telefoniert der Anwender kostenlos mit Freenet-, Web.de- und anderen Voipern. Zudem kann er auch international mit nahezu allen Benutzern kostenlos telefonieren, die einen VoIP-Anschluss mit SIP-Unterstützung einsetzen. Nur Skype- Nutzer sind noch ausgenommen, hier gibt es in beide Richtungen keine Übergänge. Anrufe vom Internet-Telefon ins nationale und internationale Fest- und Mobilnetz sind auch möglich, hier entstehen allerdings Gebühren, die aber deutlich unterhalb derer der Telefongesellschaften für entsprechende Verbindungen liegen.

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