Von Katharina Sckommodau, Michael Hiebel - 30.01.2007, 13:21

Workshop: Super 8 digitalisieren

Verschiedene Fotoläden und Internet-Seiten werben damit, altes Filmmaterial zu digitalisieren. Eine Recherche über Konditionen und Preise der Digitalisierer eröffnet jedoch einen undurchsichtigen Dschungel von superbillig bis unbezahlbar. Außerdem stolpert man über blumige Ausdrücke wie volldigitale Einzelbildüberspielung mit Overlay-Scanverfahren. Doch man kann Super 8 mit oft ganz ansehnlichen Resultaten auch selbst digitalisieren.

Bei größeren Filmarchiven und beim Einsatz von Super-8-Filmen für künstlerische Zwecke lohnt sich in unseren Augen immer die Do-It-Yourself-Methode, zumal sie ein Höchstmaß an Kontrolle über die Qualität gewährleistet. Der Aufwand an Zeit und Geld steigt mit dem Perfektionismus, den man an den Tag legt.

Die unterschiedlichen Schmalfilmformate

Das erste Schmalfilmformat war Normal-8, auch Doppel-8 genannt. Der Film wurde auf kleinen doppelseitigen Rollen geliefert, die nach der Belichtung umgedreht werden mussten, um die zweite Seite zu belichten.
Mitte der 60er Jahre wechselte man allmählich zu Super-8. Dieses Format hatte deutlich kleinere Perforationslöcher, die Bildfläche war fast doppelt so groß wie bei Normal-8.

Die Probleme bei Super-8

Anders als beim professionellen Filmmaterial ist der Super-8-Film im Kontrast nicht weich, er hat – genau wie ein Dia-Positiv – einen sehr harten Kontrast, damit das Projektionsbild möglichst knackig aussieht. Dennoch ist der Kontrastumfang bei Super-8 immer noch um einiges größer, als es ein Videosignal verträgt.
Selbst für Geübte ist die Super-8-Abtastung komplizierter als bei professionellen Filmformaten: Durch das wesentlich kleinere Bildfeld treten Verschmutzungen und Kratzer viel stärker in Erscheinung – und es gibt für Super-8 keine professionell hergestellten Überspielanlagen mit Wetgate-Abtastung.
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