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Wozu noch Festnetz?

15.03.2005 | 11:37 Uhr |

Surf@home nennen es die einen, Zuhause heißt es bei den anderen: Die UMTS-Lösungen überbrücken die "letzte Meile" per Funk.

Selbst Fachjournalisten verlernen auf der Cebit nicht zu staunen: "Nein, das sind keine Dummies", klärt Heidi Hagenreiner die Macwelt am O2-Stand auf, "surf@home" ist wirklich so groß!" Das Funkmodem hat in etwa die Maße eines Brockhaus-Bandes, leichte Enttäuschung macht sich breit, denn grenzenlose Mobilität verspricht der UMTS-Router damit nicht gerade. "Die Lösung ist ,portabel‘, aber sie ist nicht mobil", gesteht auch die O2-Mitarbeiterin ein. "Surf@home" soll schließlich zu Hause eingesetzt werden - und zwar insbesondere dort, wo die Telekom DSL nicht schalten kann oder will. Oder der Anwender gar keinen Festnetzanschluss haben will und sich die relativ hohen Grundkosten sparen möchte. Per UMTS bucht sich das Funkmodem ins Internet ein und reicht die Daten über den eingebauten Ethernetanschluss oder per WLAN an einen oder mehrere angeschlossene Rechner weiter. Zur Sicherheit trägt WEP und WPA-Verschlüsselung bei, auf Firewall, MAC-Adressenfilter und andere Standards versteht sich der Router ebenfalls, konfiguriert wird "surf@home" via Web-Interface. Dank WLAN und Ethernet kann auch das Redaktions-Powerbook nach Eingabe des Kennworts mit UMTS-Geschwindigkeit (im Schnitt 320 kBit/sec) im Internet surfen.

Etwas anders als bei surf@home ist das Konzept von Vodafones Zuhause Talk & Web: Der UMTS-Router hat auch analoge Anschlüsse für Telefon, Fax und Anrufbeantworter. Preise will Vodafone erst im Sommer nennen, wenn das Gerät verfügbar ist.
Vergrößern Etwas anders als bei surf@home ist das Konzept von Vodafones Zuhause Talk & Web: Der UMTS-Router hat auch analoge Anschlüsse für Telefon, Fax und Anrufbeantworter. Preise will Vodafone erst im Sommer nennen, wenn das Gerät verfügbar ist.
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Ähnlich groß wie "surf@home" sieht die Vodafone-Lösung aus, doch "Zuhause Talk & Web" kann mehr, nämlich telefonieren: An der Rückseite von Talk & Web bieten drei Western-Buchsen analogen Endgeräten wie Telefon, Fax und Anrufbeantworter Anschluss. Im Haushalt oder im Home Office können so schon vorhandene Geräte einfach weiter genutzt werden, obendrein steht ein am USB-Port angeschlossener Drucker allen Netzwerkteilnehmern zur Verfügung. Vodafones Festnetzalternative kommt allerdings erst im Sommer auf den Mark. Jetzt bereits zu buchen ist aber "Zuhause Web": Dieses Tarifangebot richtet sich an Notebook-Besitzer, die wie bei den Powerbooks 15- und 17-Zoll einen PC-Card-Steckplatz zum Einschieben der Connect Card UMTS haben. Innerhalb des festgelegten Heim-Bereichs und mindestens 100 Meter darüber hinaus ist Surfen per UMTS deutlich billiger als über "normale Tarife" - und ohne Zusatzkosten auch am Mac möglich, denn die Software kommt vom Mac-Datenspezialisten Nova Media aus Berlin.

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