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Wunschzettel für das iPhone 2.0

04.09.2007 | 16:05 Uhr |

Die Weihnachtszeit wirft ihre Schatten voraus: eWeek befragte eine Reihe von Power-Usern, was ihnen am iPhone fehlt und was Apple mit einer neuen Version besser machen könnte.

Der Wunschzettel ist zwar nicht ganz lang wie die Liste auf iphonewishlist.net, sie machen aber deutlich, wie weit Apples Smartphone von einem Business-Handy noch entfernt ist: Größter Kritikpunkt bleibt die fehlende UMTS-Unterstützung.

Soll es doch erst einmal nach Europa kommen, mag man sich hierzulande denken, bevor man am iPhone herummäkelt. Und möglicherweise erfahren wir am morgigen Abend auch, ab wann genau Apple sein Superhandy in der alten Welt vermarktet. macnews.de berichtet live ab 19 Uhr vom Special Event im Moscone Center in San Francisco. Vielleicht wird Apple-Chef Steve Jobs gar ein iPhone nano ankündigen, Gerüchteseiten wollen entsprechende Informationen aufgeschnappt haben. Die fehlende Unterstützung des Mobilfunknetzes der dritten Generation UMTS ist einer der Hauptkritikpunkte. Gegenüber eWeek beklagt sich Rob Morgan, Betreiber der Seite Bare Feats , über den zu geringen Datendurchsatz im EDGE-Netz und hält die bisher genannten Gründe gegen 3G für Augenwischerei. "Mittlerweile bietet AT&T UMTS-Unterstützung in 165 US-Städten an, darunter auch 73 der Top-100-Märkte." Sollte jemand keine 3G-Netzversorgung haben, dann könnte ein Smartphone auch automatisch in die Übertragungsstandards des älteren Netzes wechseln. Ganz ähnlich sehen das die Anwender bei iphonewishlist.net , einer Seite, die die Wünsche der iPhone-Besitzer sammelt und zur Abstimmung freigibt. Dort ist die UMTS/3G-Unterstützung auf dem vierten Platz, die sehnlichsten Wünsche sind - in aufsteigender Reihenfolge - GPS-Integration mit Google Maps, gerne auch mit einer separaten GPS-Bluetooth-Maus, das simple Kopieren und Einfügen von Text und anderen Informationen sowie die Unterstützung von Flash im Safari-Browser. Dave Winer, RSS-Pionier und Betreiber von Scriping News , lässt kaum ein gutes Haar an seinem iPhone: "Das ganze Produkt enttäuscht!" Ihm fehlen Suchfunktionen für E-Mails, wie sie die modernen Blackberrys böten, und er hält auch einen kompletten Web-Zugang nicht unbedingt für erforderlich. Apples Entwicklungsarbeit erachtet er als "ehrenhaft", aber Cupertino hätte "die Mitbewerber gründlicher studieren" müssen. Immerhin ist das Design gelungen, findet der Design-Lehrbeauftragte an der Northwester University und Firmenchef der Nielsen Norman Group Donald A. Norman. Aber: "Apple hat noch nie die Bedürfnisse von Geschäftsleuten verstanden. Das ist nicht unbedingt ein Tadel - für jedes Produkt gibt es einen Zielgruppe. Das iPhone zielt auf den Unterhaltungs-Junkie ab."

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