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Xerox droht Anzeige wegen falscher Bilanzierung

24.09.2002 | 16:04 Uhr |

München/dpa- Wegen Bilanzmanipulationen ermittelt die Staatsanwaltschaft von Bridgeport (US-Bundesstaat Connecticut) gegen den Kopiermaschinenhersteller Xerox. Das Unternehmen bestätigte einen entsprechenden Bericht in der Montagsausgabe der Zeitung The Wall Street Journal. Die Mitteilung vom Dienstag erfolgte mehr als neun Monate nachdem sich Xerox mit der Börsenaufsicht SEC (Securities & Exchange Commission) darauf geeinigt hatte, Vorwürfe wegen angeblicher Manipulierung der Gewinn-und Verlustrechnungen für die Rekordsumme von 10 Millionen Dollar außergerichtlich beizulegen.
"Nach unseren Informationen laufen die Ermittlungen (der Staatsanwaltschaft) in die gleiche Richtung", sagte ein Firmensprecher. "Der volle Inhalt der Ermittlungen ist uns noch nicht bekannt."
Die SEC hatte 1998 festgestellt, dass mehr als ein Drittel des ausgewiesenen Gewinns vor Steuern das Resultat nicht veröffentlichter Bilanzpraktiken gewesen sei. Im Rahmen einer Schlichtung mit der SEC im Frühjahr 2002 hat Xerox seine Bilanzen von 1997 bis 2000 und die Ergebnisse von 2001 berichtigt. Xerox zahlte eine zivilrechtliche Strafe, wurde jedoch nicht gezwungen, die Vorwürfe zu bestätigen oder zu dementieren. (dpa)

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