937827

Xpress 7 klinkt sich in Workflows ein

15.06.2005 | 12:43 Uhr |

Im Schatten von Apples weltweiter Entwicklerkonferenz fand vergangene Woche in Denver Colorado auch eine Quark-Entwicklerkonferenz statt. Der Softwarehersteller gab nannte mehr Details zu seinem wichtigsten Produkt.

Da die Firma den Teilnehmern jedoch mit strengen Sperrfristen untersagt hatte, sich über den Inhalt der Veranstaltung zu äußern, drang mit Ausnahme der Meldung, dass Quark einen neuen CEO suche, da Kamar Aulakh das Unternehmen verlasse, wenig an die Öffentlichkeit. Nun brach Quarks Pressesprecher Glen Turpin das Schweigen. Offensichtlich fokussiert sich Quark mit der neuen Version von Xpress vor allem auf Workflow-Umgebungen. „Wir nutzen eine Menge offener Standards, weil Zusammenarbeit das ist, worum sich alles dreht,“ erklärte Turpin. „Einige gehen ihren eigenen Weg, andere ziehen es vor, mit ihren Kunden und anderen Firmen zusammenzuarbeiten.“

In den vergangenen Monaten hatte Quark schon bekanntgegeben, eine Reihe offener Standards in Xpress 7 zu unterstützen. Wichtigster Unterschied zu den bisherigen Xpress-Versionen ist das völlig neue Dateiformat von Xpress 7. Quark setzt dabei mit QXML (Quark Xpress Markup Language) auf ein offenes Dateiformat, das die Spezifikationen von W3C und Xpath berücksichtigt. So sollen sich alle Bestandteile eines Xpress-Projektes als XML verfügbar machen, was die Weiterverarbeitung für andere Programme oder Ausgabegeräte erleichtere. „Um sich effizient in einen größeren Publishing-Workflow einzufügen, müssen wir vor allem die Kompatibilität mit weiterverarbeitenden Geräten und Workflowsystemen garantieren“ führte Turpin aus. Um Databased Publishing in Xpress zu erleichtern, fügt Quark der nächsten Version der Layoutsoftware die so genannte Personalized Print Markup Language (PPML) zu. Sie erleichtert die Synchronisation statischer Elemente oder von Musterseiten, die sich besser weiterverwenden lassen. So sollen sich Xpress-Projekte besser für verschiedene Layouts in print und online aufbereiten lassen.

Ebenfalls schon bekannt ist die Unterstützung von Xpress 7 von Transparenzen oder des JDF-Standards (Personal Job Ticket), der bei Xpress „Quark Job Jacket“ heißt. Hier finden sich Informationen zu einem Dokument wie verwendete Schriften und Bilder, Musterseiten, gewünschte Ausgabeformate und vieles mehr.

Zur Konkurrenz durch Adobe und Indesign äußerte sich Turpin eher gelassen. Man habe gute Verkäufe vorzuweisen, mache allerdings nicht so viel Wind wie die Konkurrenz. Viele der von Adobe in der Presse lancierten Neukunden kämen nach einigen Monaten stillschweigend zu Quark zurück, und bestellten mehrere hundert Softwarelizenzen. Dies will Quark Turpin zufolge in Zukunft jedoch besser kommunizieren: „Wir haben über Jahre wenig Marketing gemacht, sondern gute Software... Ich mache mir keine Sorgen, ich nehme die Herausforderung sportlich,“ so Turpin. „ Wir machen tolle Sachen bei Quark, wir entwickeln eine Software, die das Desktop Publishing so ändern wird, wie in der letzten Zeit lange nichts mehr.“

0 Kommentare zu diesem Artikel
937827