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Yahoo reagiert auf Microsoft-Drohungen

08.04.2008 | 12:03 Uhr |

Yahoo hat auf die Androhung von Microsoft-CEO Steve Ballmer reagiert, eine feindliche Übernahme zu starten, sofern die Internetfirma nicht innerhalb von drei Wochen das Angebot des Softwareriesen annehme.

In einem Brief an Ballmer schreiben Yahoo-CEO Jerry Yang und der Aufsichtsratsvorsitzende Roy Bostock, die Drohung sei „kontraproduktiv“. Microsoft habe offenbar die Verhandlungen zwischen den Unternehmen falsch verstanden, seit das Angebot auf dem Tisch liege, sei man in „konstruktiven Gesprächen.“ „Wir halten Ihre Drohung einer feindlichen Übernahme und den Versuch, unseren unabhängigen Aufsichtsrat zu ersetzen, inkonsistent zu Ihren erklärten Zielen einer freundlichen Übernahme,“ heißt es in dem Schreiben. Das Angebot sei aufgrund des gefallenen Microsoft-Aktienkurses zudem weniger wert geworden, Microsoft habe bisher auch nicht auf Yahoos Fragen zu kartellrechtlichen Aspekten geantwortet. Der Vorwurf, Yahoo würde sich Verhandlungen entziehen, sei schlicht falsch. Yahoo bekräftigt in seinem Schreiben, seinen kürzlich aufgestellten Dreijahresplan zu erfüllen und Finanzziele zu erreichen.

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