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Yosemite lädt ungesicherte Dokumente in die iCloud

29.10.2014 | 14:45 Uhr |

Apple hat die Nutzung der eigenen iCloud mit dem Update auf Yosemite auch für Nutzer deutlich erweitert. Doch möglicherweise geht die Verwendung des Online-Speichers weiter, als Usern bewusst – und lieb – ist.

Der in Berlin lebende amerikanische Sicherheitsspezialist Jeffrey Paul macht darauf aufmerksam, dass Yosemite sämtliche Dokumente zu iCloud Documents oder iCloud Drive hochlädt, selbst wenn der Nutzer ein angefangenes Dokument noch nicht einmal gespeichert hat. Betroffen seien insbesondere sämtliche Daten in Programmen, die Apples automatische Wiederherstellung von Dokumenten nutzen. So kann man seit OS X 10.7 Lion ohne Umstände genau dort weiter arbeiten, wo man zuvor das Programm oder Fenster geschlossen hat.

Doch mit OS X 10.10 Yosemite hat sich dieses Verfahren erweitert. Nun können, entsprechende kompatible Geräte und Betriebssysteme vorausgesetzt, Dokumente mittels der Funktion Continuity untereinander nahtlos aufgerufen und weiter bearbeitet werden. Zum Beispiel beginnt man am iMac eine E-Mail zu schreiben, verlässt den Computer und öffnet die Nachricht genau an der Stelle am iPhone oder iPad, wo man kürzlich erst aufgehört hat. Das bedeutet, dass die Dokumente sämtlich über Apple-Server laufen. Auch würden ungefragt E-Mail-Adressen von Personen über die iCloud synchronisiert, mit denen man mittels des Apple-Programms Mails kommuniziert, auch wenn diese selbst nicht mit einem iCloud-Konto verbunden sind.

Apple hat schon zuvor Dokumente aus eigenen Anwendungen wie Textedit oder Pages über die iCloud zwischengespeichert und dies auch offen kommuniziert , dort freilich mit dem Zusatz ”jedoch nur dann, wenn Sie es in iCloud geöffnet oder manuell in iCloud gesichert haben”). Dies haben die meisten Anwender nicht bemerkt, weil man bis dahin nur über die jeweils eine Anwendung darauf zugreifen konnte. Mit Yosemite erhält man nun unmittelbaren Zugriff auf den iCloud-Speicher.

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