985614

Your Tube: Clips für iTunes, iPod und iPhone konvertieren

08.02.2008 | 12:04 Uhr |

Es gibt viele gute Gründe, YouTube-Videos auf dem Mac speichern zu wollen: Man kann dort seine Lieblings-Clips gemeinsam mit anderen Medieninhalten archivieren, sie auf den iPod oder ein anderes mobiles Gerät übertragen und sie stehen auch dann noch zur Verfügung, wenn einmal keine Verbindung ins Internet besteht. Lösungen für das Speichern von Flash-Clips auf die lokale Festplatte gibt es viele, drei haben wir uns stellvertretend angesehen: Tooble, TubeTV und CosmoPod - die ersten zwei sind kostenlos.

Besitzer eines iPhones können überall YouTube-Videos ansehen und sich ihre liebsten als Favoriten speichern. Wer hingegen einen iPod hat, soll auf die kostenlosen Clips verzichten, YouTube-Inhaber Google sieht den Download nicht vor. Selbst wer einen iPod touch sein Eigen nennt, kann sich die Mini-Videos nur dann ansehen, wenn gerade ein WLAN-Zugang zur Verfügung steht. In all diesen Fällen hilft es, Flash-Videos auf der lokalen Festplatte in iTunes abzuspeichern und sie dann mit dem iPod zu synchronisieren.  

Tooble

Bislang wenig bekannt ist Tooble , eine Freeware, die sich noch in der Entwicklung befindet. Und so ist der aktuelle Build 00104 zwar bereits einsetzbar, er kann in manchen Punkten sogar durch neue Ideen überzeugen, in anderen Punkten aber hält er nicht, was er verspricht. Die Software mit dem iPod im Icon ermöglicht sowohl die Suche nach YouTube-Videos als auch das Eingeben einer YouTube-URL, mit anderen Videodiensten allerdings arbeitet Tooble nicht zusammen. Auf Wunsch konvertiert das Programm alle Videos ins MPEG-Format und importiert sie in die iTunes Bibliothek. Die zunächst im Filme-Ordner gespeicherten Dateien bleiben dabei erhalten, der Anwender muss sie von Hand löschen. Die Suche nach Clips lässt sich nur bedingt sinnvoll einsetzen, da die Software bei der tabellarischen Anzeige der Ergebnisse zwar eine Spalte für die Abspieldauer vorsieht, diese aber leer bleibt. Nach Zugriffen oder Bewertung lassen sich die Ergebnisse gar nicht sortieren. Allerdings gibt es in der linken Spalte eine Reihe von vordefinierten Gruppen mit den populärsten Clips, den am besten bewerteten und anderen Superlativen. Sie eignen sich zum Stöbern an langen Regentagen nach neuen Entdeckungen, neue Listen allerdings lassen sich nicht anlegen. Zu Tooble gehört kein eingebauter Player, zum Probegucken muss man stets Safari öffnen. Und schließlich sieht die Software zwar eine Reihe von Einstellungen vor, beispielsweise der Qualität kovertierter Clips, verändern aber lassen sie sich in der aktuellen Version noch nicht. Die kostenlose Software setzt Perian und Mac OS X 10.4 voraus.

TubeTV

Verbreiteter als Tooble ist die Freeware TubeTV, auf Versiontracker ist sie in diesem Bereich der Download-König. Hinter dem Programm versteckt sich ein Safari-basierter Browser mit spezieller Suchleiste: Flash-Clips holt sich die Software auch von Google Video, von Vimeo und von anderen Anbietern. Da es bei Vimeo sogar Clips in HD-Qualität gibt, ist es wichtig, dass TubeTV beim Konvertieren mehrere Zielformate und -qualitätseinstellungen erlaubt: von Apple TV (als H.264) bis Handy. Selbstständig in iTunes importiert TubeTV konvertierte Videos nicht, das muss der Anwender manuell per Drag-and-drop erledigen, danach kann er die Originale löschen. TubeTV ist kostenlos, verlangt Perian und mindestens Mac OS X 10.4.  

CosmoPod

CosmoPod kostet ein paar Euro, dafür bietet die Software aber auch mehr Komfort und deutlich mehr Funktionen als die zwei anderen vorgestellten Lösungen. Das Programm präsentiert sich als Plug-in für Safari und arbeitet mit allen erdenklichen Videoseiten und -sammlungen zusammen. Für den Einsatz auf iPod und iPhone konvertiert es nicht nur Flash-Clips, sondern auch Videos in den Formaten DivX, WMV und Real Media. Nach der Installation findet sich im Apple-Browser ein neuer Button wieder, der sich immer dann anklicken lässt, wenn ein Video zum Herunterladen bereit steht. Alternativ lassen sich zum Konvertieren auch Videos auf die Software ziehen, die sich bereits auf der Festplatte befinden. Umfangreiche Einstellungen führen zum gewünschten Ergebnis: Sowohl Codec (H.264 und MPEG-4) als auch Auflösung und Seitenverhältnis lassen sich für die Konvertierung wählen. CosmoPod kopiert auf Wunsch alle Dateien in die iTunes-Bibliothek und trägt dabei für mehr Übersicht den Domain- als Album-Namen ein. Mögliche Reste auf der Festplatte löscht das Programm nach erfolgreichem Import. Alles in allem erfüllt CosmoPod in unserem Test alle Wünsche, die die beiden Konkurrenten offen gelassen haben. Dafür verlangt Hersteller Cocoamug 6,90 Euro, die unlizensierte Software speichert fünf Tage lang zehn Videos pro Browsersitzung. Voraussetzung für CosmoPod ist Mac OS X 10.4.

Fazit

Alternativ seien für alle Anwender, die für die Videowiedergabe keinen iPod und kein iPhone verwenden wollen, die Programme RealPlayer 11 Beta und Miro genannt, die beide kostenlos sind. Die Vorversion zum nächsten RealPlayer hat einen Downloader an Bord, der im Browser abgespielte FLV-Dateien auf Wunsch auf der Festplatte speichert, allerdings nicht selbst konvertiert. Miro ist eine komfortable All-in-one-Lösung für die Suche, den Download und die Archivierung von Internet-Videos, eine Konvertierung und die Anbindung an iPod und iPhone allerdings sieht diese Software ebenfalls nicht vor.

0 Kommentare zu diesem Artikel
985614