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Zahlenspiele: Macs leicht rückläufig, Macbook Air ein Renner

03.03.2008 | 15:12 Uhr |

Bereits seit einem Monat ist das Macbook Air in dessen Heimatland USA zu haben, bis jetzt allerdings rennen viele potentielle Kunden wenigen verfügbaren Geräten hinterher. Apple scheint die Nachfrage nach dem "dünnsten Notebook der Welt" unterschätzt zu haben, zumindest in Nordamerika ist es ein Topseller - dort sind die Geräte oft schon verkauft, wenn sie in den Läden eintreffen.

Auch das iPhone macht weiter Boden gut, wie man aktuellen Erhebungen der Marktforscher von Net Applications entnehmen kann. Die guten Zukunftsaussichten trübt alleine, dass der weltweite Anteil der Surfer am Mac im letzten Monat leicht gesunken ist.

Finanzdienstleister und Anleger sehen die enormen Wachstumsraten zurückgehen, die Apple beim Verkauf von iPods in den letzten Jahren erreichen konnte. Apple selbst zeigt sich in den Aussichten für das zweite Geschäftsquartal bescheiden und COO Tim Cook musste letzte Woche vor Analysten einräumen, dass die Absatzzahlen des iPod shuffle im Weihnachtsgeschäft um 17 Prozent gesunken sind. Nicht zuletzt aus diesem Grund richten sich alle Augen auf die anderen Geschäftszweige des Herstellers, insbesondere auf das iPhone und den Mac - mit ihnen, hoffen vor allem Inhaber der AAPL-Aktie, könnte Apple auf Dauer ein rückläufiges iPod-Geschäft kompensieren. Offizielle Zahlen zum laufenden Geschäftsquartal liegen noch keine vor, Apple wird sie erst rund zwei Wochen nach dessen Abschluss bekannt geben, ungefähr Mitte April. Ein Blick in den Apple Store, zu großen Anbietern und auf die Statistiken von Surfern im Internet kann allerdings bereits heute Anhaltspunkte geben, wie es um den Mac-Hersteller stehen könnte.

Macbook Air ausverkauft

Ars Technica hat sich die Verfügbarkeit des neuen Macbook Air in großen US-amerikanischen Städten angesehen: Ob in New York City, Chicago, San Francisco oder in Los Angeles, die dritte Notebook-Modellreihe ist in den meisten Städten ausverkauft, wie auch ein Blick auf Apple.com zeigt. Im amerikanischen Apple Online Store ist das Macbook Air in Standardausstattung mit fünf bis sieben Tagen Wartezeit zu haben. Dort steht es nicht nur auf Platz 1 der Bestsellerliste und bei Amazon auf Platz 20 der meist verkauften Notebooks, übers ganze Land hinweg ist der Andrang groß: Sobald ein Gerät eintreffe, sei es meist gleich wieder weg, schreibt ArsTechnica in Berufung auf einen Apple-Mitarbeiter aus Burlington, die Stores nähmen deshalb keine Reservierungen mehr an. Auch die Elektronik-Handelskette Best Buy habe Probleme, Vorräte anzulegen, der Hersteller habe das Interesse am Neuling wohl unterschätzt. Für die USA mag das stimmen, in Deutschland ist die Lage weniger eindeutig: Zwar gibt der deutsche Online Store die Lieferzeit ebenfalls mit 5 bis 7 Tagen an, allerdings steht das Gerät in Apples Top-Liste nur auf Platz 5, unter den hundert bestverkauften tragbaren Computern bei Amazon.de taucht es gar nicht auf.

Macs leicht rückläufig, mehr iPhones im Netz

Einen allgemeineren Blick auf die Entwicklung des Mac-Marktanteils gewähren aktuell erschienene Zahlen der Firma Net Applications, die die Hard- und Software-Ausstattung von Surfern im Monat Februar gemessen hat: Mit 7,47 Prozent waren 0,1 Prozent weniger Anwender mit einem Mac im Netz unterwegs als noch im Monat zuvor, so die Erhebungen. Safari haben sogar 0,12 Prozent weniger Anwender eingesetzt. Die Interpretation dieser Zahlen bleibt allerdings jedem selbst überlassen, etwa könnten die Mac-Anwender im Expo-Monat Januar besonders aktiv gewesen sein. Der Anteil der Phone-Surfer ist im Februar jedenfalls gestiegen, im Vergleich zum Vormonat weltweit um 0,01 auf 0,14 Prozent. Im Vergleich zum Oktober 2007 hat sich ihr Anteil damit verdoppelt. Bild: berbercarpet, "journalism students using macs apple". Some rights reserved. Flickr

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