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Zedler-Medaille: Wikipedia vergibt 3000-Euro-Preis

17.04.2007 | 14:06 Uhr |

Kant statt Einstein, Geschichte statt Bits & Bytes: Wikipedia.de will geisteswissenschaftliche Artikel besonders fördern. Mit der neu geschaffenen "Zedler-Medaille" soll nämlich der beste geisteswissenschaftliche Artikel des Jahres 2007 ausgezeichnet werden.

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"Im Rahmen des aktuellen Wissenschaftsjahrs "Jahr der Geisteswissenschaften" richtet sich die Zedler-Medaille 2007 an Bewerber, denen es gelingt, einen Sachverhalt aus dem Gebiet der Geisteswissenschaften zugleich auf inhaltlich hohem Niveau wie auch in allgemeinverständlicher Form darzustellen. Dabei kann es sich um einen neuen Artikel zu einem bislang nicht in der deutschsprachigen Wikipedia enthaltenen Thema handeln oder um eine signifikante Verbesserung eines bestehenden Eintrags", wie Wikipedia.de erläutert.

Wikipedia.de schreibt die Zedler-Medaille aber nicht im Alleingang aus, sondern hat sich hierfür einen klangvollen Partner gesucht: Die Mainzer Akademie der Wissenschaften . Die Zedler-Medaille ist mit 3.000 Euro dotiert und wird in diesem Jahr von der Zeitschrift "Gehirn&Geist" aus dem Heidelberger Verlag "Spektrum der Wissenschaft" gestiftet.

Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Jury aus Wissenschaftlern der Mainzer Akademie, Mitgliedern der Autorenschaft der deutschsprachigen Wikipedia und Wissenschaftsjournalisten des Verlags Spektrum der Wissenschaft. Vergeben wird der Preis für einen herausragenden Lexikonartikel aus dem Gebiet der Geisteswissenschaften.

Einsendeschluss für Beiträge ist der 15. Juli 2007. Die Preisverleihung soll Ende August erfolgen. Weitere Informationen zur Ausschreibung sind unter www.wikimedia.de/zedler-medaille abrufbar.

Benannt ist der Preis nach Johann Heinrich Zedler, dessen "Zedlersches Universallexikon" zwischen 1732 und 1754 in 64 Bänden und vier Supplementbänden erschien und als größtes bis dahin gedrucktes Universallexikon des Abendlandes gilt. Das Zedlersche Lexikon war die erste Enzyklopädie, an der eine Redaktion von Fachgelehrten mitarbeitete und die auch Biographien lebender Persönlichkeiten enthielt.

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