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Zehn Internet-Mythen: Wann der Provider-Wechsel schwierig wird

12.02.2014 | 07:18 Uhr |

Haustiere stören das WLAN, bei Umzug besteht Sonderkündigungsrecht beim Provider - Stimmt das?

Stimmt es etwa, dass ein neuer Provider die Leitung sofort freischalten muss, oder hat man unter Umständen wochenlang kein Internet? Seit 2012 ist es gesetzlich geregelt, dass die Umschaltung eines Anschlusses innerhalb von 24 Stunden vorzunehmen ist, sonst kann man sich an die Bundesnetzagentur wenden, die auch Bußgelder erlassen kann, erklärt das Portal Schlaubi.de in seiner Liste von zehn Internetmythen .
Weitere ”Mythen”: Ob Videos online zu streamen illegal ist, liegt auch für Rechtsexperten bisher noch in einer Grauzone – der Fall RedTube hat die Diskussion darüber weiter befeuert. Haustiere, wie manche meinen, stören das WLAN-Signal im Allgemeinen nicht, große Aquarien allerdings, die in der Nähe des Routers aufgestellt sind, können in der Tat das WLAN-Signal blockieren und die Internetgeschwindigkeit reduzieren: Elektromagnetische Strahlung wird in Wasser abgebremst. Was wirklich das WLAN beschleunigt oderbremst, haben wir hier dargelegt .
 
Mehr Mythos als Wahrheit: Handystrahlung legt den Flugverkehr nicht lahm. In den USA ist es seit kurzem möglich, während des Fluges das Handy weiterhin zu nutzen, um im Netz zu surfen und Telefonate zu führen. Von Problemen oder gar Abstürzen, die seitdem bei den amerikanischen Fluglinien zugenommen hätten, ist jedenfalls nichts bekannt. Wie sieht es damit aus, dass Laptops und WLAN-Strahlung unfruchtbar machen? Unfug, mit einer Einschränkung: Immerhin scheint es so zu sein, dass eine ausgiebige Benutzung eines Laptops auf dem männlichen Schoß vorübergehend zu einer geschwächten Zeugungskraft führen kann – die Wärme ist daran schuld.
 
Umzug ist nicht immer ein Sonderkündigungsgrund für den Provider, behauptet das Portal weiter. Nur wenn am neuen Wohnsitz der bisherige DSL-Provider nicht verfügbar ist, kann Umzug zur Sonderkündigung führen.
Manchmal ist auch zu hören, dass man nach Vertragsende den vom Provider zur Verfügung gestellten Router behalten darf – dies ist jedoch vom konkreten Vertrag abhängig, den man zu Beginn abgeschlossen hat. Dieser regelt, ob der Router  vom Kunden gemietet oder bezahlt wurde. Nur in letzterem Fall darf der Nutzer das Endgerät in seinen Besitz übernehmen.

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