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Zehn Prozent der 500 schnellsten Computer in Deutschland

03.11.2000 | 00:00 Uhr |

Mehr als 50 der superschnellen Großrechner aus der Bundesrepublik wurden in die am Freitag von der Universität Mannheim und der University of Tennessee (USA) veröffentlichten neuen "Top 500-Liste" ( www.top500.org ) vermerkt. Schnellster Supercomputer wurde der IBM- Rechner "ASCI White", der in diesem Jahr im Lawrence Livermore National Laboratory im amerikanischen Livermore installiert wurde. Supercomputer sind Hochleistungsrechner, die vom Militär, Forschung und Industrie eingesetzt werden.

Der Computerkonzern IBM verdrängte mit seinem "ASCI White" die Firma Intel mit dem "ASCI Red" vom ersten Platz. Mit fünf Rechnern dominiert IBM die Top-10. Die Liste der Supercomputer wird zwei Mal im Jahr aktualisiert, aktuell aus Anlass der in Dallas (Texas) vom 4. bis 10. Oktober stattfindenden Supercomputerkonferenz "SC 2000".

Der schnellste Supercomputer der Welt arbeitet mit 8 100 Prozessoren gleichzeitig, belegt eine Fläche in der Größe von ungefähr zwei Fußballfeldern und wiegt 106 Tonnen. Mit einer Rechnenleistung von 12,3 Billionen Rechenschritten pro Sekunde ("Teraflop") werden auf der "ASCI White" Nukleartests simuliert. Der von Platz eins verdrängte "ASCI Red" steht im Sandia National Laboratory in Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico arbeitet mit mehr als 9 600 Prozessoren. Der schnellste in Deutschland und Europa beheimatete Computer steht im Leibniz-Rechenzentrum in München. Hergestellt wurde der "SR8000-F1/112" vom japanischen Hitachi- Konzern. dpa

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