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Zeiss gliedert Unternehmensbereich Halbleitertechnik aus

20.02.2001 | 00:00 Uhr |

Der Elektronik und Optik-Spezialist Carl Zeiss
gliedert den Unternehmensbereich Halbleitertechnik in eine
eigenständige Aktiengesellschaft aus. Dies habe der Unternehmensrat
gemeinsam mit dem Stiftungskommissar am Dienstag beschlossen, teilte
das Unternehmen am Firmensitz in Oberkochen mit. Durch die
Ausgliederung solle die Sparte wettbewerbsfähiger werden. «Die
Stärkung des Halbleitergeschäfts ist von vitalem Interesse für Carl
Zeiss», sagte Vorstandssprecher Dieter Kurz.

Die Ausgliederung soll zum 1. Oktober erfolgen. Bis zu diesem
Zeitpunkt seien die rechtlichen, finanziellen und personellen Fragen
geklärt. Mit dem Statut des Stiftungsunternehmens ist die Änderung
nach Worten eines Sprechers vereinbar. Die aus dem Statut
resultierenden Rechte der Mitarbeiter sollen auch in den neuen
Arbeitsverträgen der Aktiengesellschaft erhalten bleiben.

Die Halbleitertechnik gehörte mit einem Umsatz von mehr als 800
Millionen DM (rund 409 Mio Euro) im vergangenen Geschäftsjahr zu den
erfolgreichsten Sparten des Unternehmens. In diesem Geschäftsjahr
will Zeiss die Milliarden-Umsatzgrenze in diesem Bereich
überschreiten. An den drei Werken der Halbleitertechnik Oberkochen,
Jena und Wetzlar beschäftigt Zeiss mehr als 1000 Mitarbeiter.

Angekurbelt werden soll der Umsatz in Zukunft auch durch eine neue
Halbleiter-Fabrik in Oberkochen, die seit Oktober im Bau ist. Der
erste Bauabschnitt soll bereits im Sommer fertig sein. Für die
übrigen Bauarbeiten sind weitere zwei bis drei Jahre vorgesehen.
Insgesamt sollen dann allein in diesem Werk rund 1000 Menschen
arbeiten.
dpa

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