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Zeitung: EU-Kommission will Telekom-Regulierung abschwächen

22.06.2006 | 09:51 Uhr |

Aus Sicht der EU-Kommission müssen große Teile des Endkundengeschäfts m Telekomsektor nicht mehr reguliert werden, da im Festnetzgeschäft effektiver Wettbewerb herrsche. Im Großkundengeschäft sei eine Regulierung aber weiter nötig.

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Die Europäische Kommission will Telekomunternehmen einem Pressebericht zufolge künftig weniger Vorgaben zu Zugangsrechten oder Preisen unterwerfen. Große Teile des Endkundengeschäfts sollten demnach nicht mehr geregelt werden, darunter Festnetzgespräche im In- und Ausland, berichtete die "Financial Times Deutschland" (FTD) am Donnerstag. Entsprechende Pläne werde die Brüsseler Behörde in der kommenden Woche vorstellen.

Die Kommission begründe den Kurswechsel damit, dass im Festnetzgeschäft effektiver Wettbewerb herrsche. Im Großkundengeschäft sei es aber nach Ansicht der Brüsseler Behörde weiter notwendig, Wettbewerb durch Regulierung zu sichern. Die Zahl der regulierten Märkte soll dem Bericht zufolge von 18 auf 11 reduziert werden.

Eine Reihe großer, etablierter Telekomkonzerne wie Deutsche Telekom oder Telefonica dringen darauf, die Zahl der regulierten Märkte so weit wie möglich zu reduzieren. Sie beklagen, die Vorgaben senkten den Anreiz, in neue Infrastruktur oder Dienste zu investieren. Kleine Telekomanbieter drängen dagegen auf eine Regulierung, da sie damit den Zugang zu den Netzen gesichert sehen.

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