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Zenter komplettiert Googles Office

20.06.2007 | 12:31 Uhr |

Mit Web-basierter PowerPoint-Alternative wird das Online-Office vollständig Google macht ernst: Der Internet-Riese aus dem kalifornischen Mountain View hat den Online-Software-Hersteller Zenter aufgekauft, der eine Web-basierte PowerPoint-Alternative entwickelt hat.

Damit endet auch die Existenz von Zenter im Web: Google hat im eigenen Datenbankcache alle Spuren zu zenter.com gelöscht, im Browser ist der Dienst nicht mehr aufzurufen. Derweil plagt den Anbieter ein ernstes Sicherheitsproblem in seinem Online-Office.

Zenter.com gehört jetzt zur großen Google-Familie: Die beiden Gründer Wayne Crosby und Robby Walker, beides erfahrene Systemingenieure und Doktoren der Computerwissenschaften, haben ihr Unternehmen an Google verkauft. Über den Kaufbetrag ist nichts bekannt. Im Google-Firmenblog bestätigte Sam Schillace , Engineering Director und Leiter der Abteilung für Applikationen, den Zukauf. Damit hat das aus einer Suchmaschine hervorgegangene Internet-Unternehmen den zweiten Zukauf getan, um das Online-Office-Paket um ein Präsentationsmodul à la PowerPoint zu ergänzen. Bereits im April kaufte Google die amerikanisch-australische Firma Tonic auf und kündigte für den Sommer diesen Jahres ein Präsentationsprogramm für die Google Apps an. Seit einigen Stunden ist die Domain zenter.com nicht mehr im Netz erreichbar und Google selbst hat sich die unternehmerische Freiheit genommen, im Cache der eigenen Suchmaschine ältere Schnappschüsse der Zenter-Webseiten zu löschen. Beim Konkurrenten Yahoo! sind noch Spuren zu finden : Auf der Startseite kündigte Zenter den Start einer Private-Beta-Phase an und suchte gleichzeitig nach Java- und JavaScript-Profis. Im Internet Archive sind keine Einträge nach dem 13. Februar 2005 mehr zu finden - im Sommerhalbjahr ist die Domain offenbar verkauft worden.  

Sicherheitsproblem in der Online-Textverarbeitung

Schlechtes Licht auf Google fällt zudem durch das Bekanntwerden eines Sicherheitsproblems im Textverarbeitungsmodul der Online-Programme: Golem.de berichtet unter Berufung auf ha.ckers.org , dass über den Browser des Anwenders beliebiger Programmcode ausgeführt werden kann, wenn der Benutzer ein präpariertes Textverarbeitungs-Dokument öffnet. Dort befindet sich HTML-Befehl zur Ausführung eines externen Scripts, das Angreifer auch für die Ausspähung von privaten Daten nutzen könnten. Das firmeneigene Sicherheitsblog hat zu dem Problem noch keine Stellungnahme anzubieten.

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