Börse

Zu hohe Barreserven: Aktionär verklagt Apple

08.02.2013 | 09:52 Uhr | Peter Müller

Apple will kommende Woche an Aktionäre die nächste Dividende auszahlen und dafür rund 10 Milliarden US-Dollar seiner auf 137 Milliarden US-Dollar kumulierten Barreserven aufwenden - dem Hedge-Fonds-Manager und Aktionärs-Aktivisten David Einhorn von Greenlight Capital ist das aber nicht genug.

So hat Einhorn gestern Klage gegen Apple eingereicht, in der er fordert, der Mac-Hersteller möge mehr Geld an Aktionäre ausschütten. Apple hat zwar derzeit mit dem Misstrauen der Börse zu kämpfen, die die Latte für "das nächste große Ding" aus Cupertino reichlich hoch legt, Einhorn sieht Apple jedoch aufgrund dessen Historie übervorsichtig mit seinem und dem Geld der Aktionäre umgehen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Apple investiere daher nur in größte Sicherheiten ohne große Renditen."Das ist eine Art von Depresssionsmentalität," erklärt Einhorn gegenüber dem Fernsehsender CNBC. "In anderen Worten, wenn Menschen Traumata erlebt haben. Und Apple hat in seiner Geschichte genügend Traumata gehabt, dann denken sie manchmal, dass sie nie genug Geld haben können."

Apple hatte vor einem Jahr ein Aktienrückkauf- und Dividendenprogramm in Höhe von insgesamt 45 Milliarden US-Dollar aufgelegt, seinerzeit umfassten die Barreserven 98 Milliarden US-Dollar. Auf der Aktionärsversammlung werde Einhorn zudem eine ständige vierprozentige Dividende fordern.

Apple reagiert auf die Klage mit einer Pressemitteilung , und bezeichnet Einhorns Klage als verkehrt. Entgegen Einhorns Behauptungen würde Apples auf der Aktionärsversammlung gestellter Antrag die Verteilung von Vorzugsaktien an Aktionäre nicht verhindern. Apple sehe sich weiter verpflichtet, mit den Anteilseignern über die Rückgabe von Kapital zu diskutieren.

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