1875089

Zu tiefer Blick in die Glaskugel

11.12.2013 | 09:51 Uhr |

Der Dezember ist der Monat der Besinnung, der Erwartung, der Rückschau und der Prognosen. Etwas zu tief ins Glas geschaut hat ein Analyst aus den USA.

Wir blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück und freuen uns auf das Christkind, das noch rechtzeitig den neuen Mac Pro liefern möge. Jahresrückblicke in TV und am Zeitschriftenkiosk quälen uns schon seit Ende November, dabei kann noch einiges passieren bis Silvester. Gerne wird die Adventszeit auch genutzt, um in die Zukunft zu schauen. Und da sind sich in der Szene alle einig, dass Apple im kommenden Jahr das "nächste große Ding" präsentieren werde, allerdings nicht vor dem Spätsommer. Ob das eine Smartwatch oder ein superintelligenter Fernsehapparat sein wird oder etwas völlig Anderes, ist ungewiss - Gene Munster hat sich heuer ausnahmsweise mal nicht aus dem Fenster gelehnt.

Dafür hat der Analyst Keith Fitz-Gerald von Money Map Press sich tüchtig ins Zeug gelegt und eine Prognose für 2020 gewagt: In fünf bis zehn Jahren werden Apple und Microsoft zu einer Firma verschmelzen, erklärt Fitz-Gerald in einem Interview mit dem Sender Fox Business . Die beiden Branchengrößen mit ihren Ursprüngen in den Siebzigern müssten sich der neuen, jungen und starken Konkurrenz namentlich von Facebook und Google erwehren. Fitz-Gerald gibt zwar zu, seine Spekulation sei gewagt, aber ein Merger von Apple und Microsoft durchaus möglich. Beide Firmen würden sich wunderbar ergänzen.

Wir fragen uns hingegen, ob Fitz-Gerald nicht in eine Glaskugel geschaut hat, sondern einfach nur zu tief ins Glas – und welcher Glühwein das gewesen sein könnte. Da würden wir doch auch gerne mal einen Becher probieren, um uns adventlich besinnen zu können...

0 Kommentare zu diesem Artikel
1875089