Zulieferer

Samsung verlangt 20 Prozent mehr für Chips

13.11.2012 | 09:48 Uhr | Peter Müller

Samsung hat kürzlich die Preise für die für Apple gefertigten ARM-Chips um 20 Prozent erhöht, berichten unsere Kollegen der Macworld UK unter Berufung auf koreanische Presseberichte.

Apple habe laut der Zeitung Chosun Ilbo die Preiserhöhung zunächst abgelehnt, aber keinen anderen Zulieferer gefunden und so die signifikante Preiserhöhung akzeptieren müssen. Der Liefervertrag mit Samsung besteht noch bis 2014, Apple will angeblich danach andere Hersteller die Chips für iPhone und iPad fertigen lassen. Als Kandidat sind etwa der taiwanische Hersteller TSMC  und Kinsus Interconnect im Gespräch. Diese sollen Chips um bis zu 30 Prozent günstiger produzieren können als Samsung. Knackpunkt könnten jedoch die Produktionskapazitäten der Konkurrenten sein, allein im Jahr 2012 hat Apple Schätzungen zu Folge bei Samsung 200 Millionen Chips gekauft.

Die jüngsten Umstrukturierungen an der Unternehmensspitze haben auch Spekulationen aufgeworfen, Apple wolle in Zukunft seine Chips selbst produzieren. Bob Mansfield tritt nun doch nicht in den Ruhestand sondern übersieht als Leiter der neuen Technologie-Gruppe bei Apple die Entwicklung aller Hardware und Chips. Diese könnte Apple in Zukunft auch in Macs einbauen und die Intel-Plattform zugunsten von ARM wieder verlassen, heißt es.

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