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Zurück in die Zukunft - diese Technik gibt's heute wirklich

21.10.2015 | 08:25 Uhr |

Der 21. Oktober 2015 ist für alle Fans der "Back to the Future"-Reihe ein ganz besonderes Datum. Wir erklären, welche Vorhersagen des zweiten Teils für das Jahr 2015 zutreffen - Hoverboard, Nike-Mag-Sneaker, Smart Watch, Pepsi-Flasche - und welche nicht.

Der 21. Oktober 2015 ist ein Datum, auf welches sich Filmbegeisterte bereits seit nahezu drei Jahrzehnten freuen. Denn vor 26 Jahren lief in den Kinos der zweite Teil der Sci-Fi-Komödie „Zurück in die Zukunft“ und zeigte den Zuschauern, wie das Jahr 2015 in der Zukunft aussehen könnte. Im Film reisen der verrückte Wissenschaftler Doktor „Doc“ Emmet Brown und sein Freund Marty McFly am 21. Oktober 1985 mithilfe der DeLorean-Zeitmaschine „präzise“ 30 Jahre in die Zukunft und können die technischen Wunder des 21. Oktober 2015 bewundern.

Heute vor 30 Jahren reisten Marty McFly und "Doc" Brown ins Jahr 2015
Vergrößern Heute vor 30 Jahren reisten Marty McFly und "Doc" Brown ins Jahr 2015
© Universal

Kurioser Weise tauchen im Film tatsächlich Dinge und Gegenstände auf, die für uns im Jahr 2015 mittlerweile zum Alltag gehören. Alles Zufall? Oder besaßen die Drehbuchautoren möglicherweise doch einen Fluxkompensator, um in die Zukunft zu reisen?

Der Film verspricht auf jeden Fall spannende Technologie für das Jahr 2015: Fliegende Autos, Hoverboards, auf Hologrammtechnik gestützte Kinofilme, Schuhe mit selbst knüpfenden Schnürsenkeln, Lebensmittelhydration, Telefon-Brillen, Hovercams, selbsttrocknende Jacken und und und!

Einiges ist bis jetzt noch nicht Teil unserer Gegenwart geworden. Anderes dagegen schon. Innerhalb der ersten Minuten des Films wird klar, dass die Technik im Jahr 2015 eine gewaltige Entwicklung erfahren hat.

Zurück in die Zukunft - Check: Intelligente Armbanduhr

Dank intelligenter Armbanduhr kann man das Wetter auf die Sekunde genau vorherzusagen. Und auch im echten 2015 ist es durch modernste Technik möglich, dass Smartwatches die Wettervorhersage auf dem Handgelenk präsentieren. Nun ja, vielleicht nicht auf die Sekunde genau. Aber daran arbeiten die Meteorologen.

Mit Hilfe einer Smartwatch die Wettervorhersage ablesen? 2015 kein Problem mehr.
Vergrößern Mit Hilfe einer Smartwatch die Wettervorhersage ablesen? 2015 kein Problem mehr.
© Universal

Zurück in die Zukunft - Check: Nike Air Mag und selbsttrocknende Jacken

Auch in Sachen Mode hat uns der Film eine andere Zukunft versprochen, als wir heute vorfinden können. Zwar lassen die Jugendlichen heutzutage nicht ihre Hosentaschen raushängen und die Mode an sich sieht heute nicht ganz so futuristisch aus wie im Film einst gezeigt. Dennoch gab es da eine Sache, die jeder haben wollte:

Eins der begehrtesten Modeartikel waren wahrscheinlich neben den selbsttrocknenden Jacken die Nike-Schuhe mit automatischen „Power-Laschen“. Schnürsenkel gehören im Jahr 2015 offenbar der Vergangenheit an. Seit fast 30 Jahren warten die Fans der Filmreihe auf ein Zeichen von Nike, dass der Schuh von Marty McFly entwickelt wird.

Tatsächlich soll noch in diesem Jahr der selbstschnürende Schuh auf den Markt kommen. Zu erwarten sind zwei Varianten: Das einfachere Modell des „ Air Mag “ – so die genaue Bezeichnung des Schuh-Modells – soll vom Design her der bekannten Version aus dem Film sehr ähnlich sein.
Die zweite Air-Mag-Variante soll sogar die Power-Laschen und Lichter als Feature haben. Genauere Informationen zum Preis und Release-Datum gibt es noch nicht. Billig werden die Schuhe aber sicherlich nicht. Laut teststpiel sollte man sich auf eine begrenzte Stückzahl der Schuhe gefasst machen.

Die "Air Mag" von Nike sollen noch dieses Jahr auf den Markt kommen.
Vergrößern Die "Air Mag" von Nike sollen noch dieses Jahr auf den Markt kommen.
© Universal

Kleinigkeiten machen den Film so besonders

Bei genauerer Betrachtung von Zeitungen im Film stellt man beispielsweise fest, dass man 1989 fest davon überzeugt war, dass Lady Diana einmal Königin von England werden würde. Da haben sich die Filmemacher wohl leider geirrt, wohingegen die Titelzeile „PRESIDENT SAYS SHE’S TIRED“ sich beinahe bewahrheitet hätte.
Aber immerhin stehen die Chancen für Hillary Clinton nicht schlecht, im Januar 2017 als erste Frau das Amt des "President of the United States of America" zu übernehmen - 2008 war sie in den Vorwahlen nur knapp am heutigen Amtsinhaber Barack Obama gescheitert. Ob die Drehbuchautoren aber schon damals die damalige Gouverneursgattin aus Arkansas auf dem Schirm hatten?

Unten links: Lady Diana und eine Frau als US-Pärsidenten im Jahr 2015
Vergrößern Unten links: Lady Diana und eine Frau als US-Pärsidenten im Jahr 2015
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Zurück in die Zukunft - Check: Cloud-Speicher statt CD

Aber auch weniger Offensichtliches scheint die Zukunft 2015 genau richtig darzustellen. In einer Szene sind im Hintergrund quadratische Objekte zu sehen, die wahrscheinlich eine modernere Form der Müllentsorgung zeigen sollen. Eigentlich nichts ungewöhnliches, wenn da nicht der Inhalt wäre. Denn zu sehen sind mehrere Datenträger, die Schallplatten und CDs erstaunlich ähneln. Eine mutige Prophezeiung. Immerhin kam die Compact Disc (kurz CD) erst Anfang der 1980er Jahre auf den Markt. Ob man damals etwa schon vermutet hat, dass die Bedeutung der CD dank Cloud-Speicher-Technologie zukünftig immer weiter in den Hintergrund rückt?

Als Müllpakete verpackt: Das Ende des Speichermediums der CD und Vinyl?
Vergrößern Als Müllpakete verpackt: Das Ende des Speichermediums der CD und Vinyl?
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Zurück in die Zukunft - Check: Automatische Tankstationen

Diese Stationen stehen laut Film wohl auch auf der Tagesordnung der Zukunft. Diese existieren tatsächlich schon . Jedoch sollen die Prototypen der Firma „Husky“ mit einem Einzelpreis von 50.000 US-Dollar so teuer sein, dass diese die aktuelle Art und Weise zu Tanken voraussichtlich nicht revolutionieren werden.

Fliegende Autos und automatische Tankstationen kommen wohl erst noch in der Zukunft.
Vergrößern Fliegende Autos und automatische Tankstationen kommen wohl erst noch in der Zukunft.
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Zurück in die Zukunft - Check: 3D-Kinofilme

Mal abgesehen davon, dass in dem Film Zurück in die Zukunft 2 die 19. Fortsetzung des Blockbuster-Films „Der weiße Hai“ (auf Englisch: Jaws) beworben wird, ist ein weiteres Detail nicht ganz so realitätsfern: Ein Hologramm eines angreifenden Hais kommt der heutigen 3D-Technik , die man im Kino oder daheim erleben kann, sehr nahe. Dank „Holomax“-Technik braucht man im Film nicht mal eine 3D-Brille, um einen solchen Effekt erleben zu können.

"Der Weiße Hai": Teil 19 als futurisitischer Holomax-Kinofilm
Vergrößern "Der Weiße Hai": Teil 19 als futurisitischer Holomax-Kinofilm
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Universal hat es sich dennoch nicht nehmen lassen, für alle 19 Teile zum Spaß einen kurzen Trailer zusammenzustellen und diesen zu veröffentlichen.

In einem weiteren Punkt behält der Film ebenfalls Recht: Technische Neuheiten von 1989 wie Lava-Lampen, Röhrenfernseher, Videorekorder oder beispielsweise der erste Apple-Macintosh von 1984 gehören 2015 längst in ein Antiquitätengeschäft.

Was 1985 modern war, gibt es 2015 nur noch in Antiquitäten-Geschäften.
Vergrößern Was 1985 modern war, gibt es 2015 nur noch in Antiquitäten-Geschäften.
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Zurück in die Zukunft - Check: Pepsi Perfect

Für alle Fans, die sich ein Stück Zukunft aus der Vergangenheit für zu Hause anschaffen wollen, besteht ab jetzt die Möglichkeit, eines der Phantasieprodukte zu erwerben: Unter dem Namen „ Pepsi Perfect “ verkauft Pepsi ab dem 21. Oktober eben jenes Modell, welches im Film Marty McFly im „Café der 80er“ kaufte. Rund 18 Euro verlangt Pepsi pro Flasche. Aber Achtung: Ähnlich wie der „Air Mag“ soll auch „Pepsi Perfect“ in limitierter Stückzahl erscheinen .

"Pepsi Perfect" steht schon bald als limitierte Edition zum Verkauf
Vergrößern "Pepsi Perfect" steht schon bald als limitierte Edition zum Verkauf
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Zurück in die Zukunft - Check: Das Hoverboard

Neben den „Air Mag“ warteten wohl alle Technikbegeisterten auf ein echtes und funktionstüchtiges „ Hoverboard “. Das  Warten hat nun endlich ein Ende. Sie brauchen lediglich ein kleines Vermögen und einen mit magnetischen Platten ausgestatteten Skaterpark – und schon kann der Hoverboard-Spaß beginnen. Der japanische Autohersteller Lexus macht den Traum war. Technisch unmöglich ist der Traum des schwebenden Skateboards schon 1989 nicht gewesen, nur ist das Konzept bis heute nicht im großen Stil umsetzbar. Im Wesentlichen nutzt das Hoverboard abstoßende Magnetkräfte. Im Jahr 1989 träumte man aber noch vom bei Raumtemperatur arbeiteten Supraleiter, der Verkehrsprojekte wie Magnetschwebebahnen (Transrapid) aufgrund seines geringen Energieverbrauchs wirtschaftlich gemacht hätte.

Technik von heute - schon damals phantasiert

Egal, ob Fingerabdruck-Sensoren, Roboter-Mülleimer, oder Brillen, mit denen man telefonieren und Videos gucken kann: Immer wieder tauchen im Film Technologien auf, die es heute bereits gibt. Der Technikstand von 2015 hat so einiges möglich gemacht, was vor rund 30 Jahren noch futuristisch erschien.

Über das 30-jährige Jubiläum freuen sich nicht nur die Fans. Auch die Schauspieler von "Back to the Future" haben sich anlässlich dieses Ereignisses auf der diesjährigen Comic-Con zusammengefunden, um Fragen der Fans zu beantworten.

Wieder vereint:Christopher Lloyd,Lea Thompson und Michael J Fox
Vergrößern Wieder vereint:Christopher Lloyd,Lea Thompson und Michael J Fox
© Lea Thompson / Instagram

Wer die Schauspieler nicht treffen konnte, bekommt immerhin nochmal die Gelegenheit, die Geschichte von Marty McFly und dem Doc erneut sehen zu können. Viele deutsche Kinos haben sich dazu entschieden, die Film-Trilogie einmalig am 21. Oktober hintereinander zu zeigen. Im iTunes Store kostet die Trilogie 14,99 Euro (SD) respektive 19,99 Euro (HD) .

Alles in allem enttäuscht die Gegenwart

Wenn es auch vereinzelt die vor fast 30 Jahren phantasierten technischen Neuerungen tatsächlich auch schon heute gibt, müsste die Gegenwart die Zeitreisenden aus dem Jahr 1985 alles in allem enttäuschen. Autos fliegen nicht und brauchen immer noch Benzin, die digitale Vernetzung der Menschen hat nicht nur Vorteile, sondern bringt oft auch das schlechteste zu Tage, Stichwort Cybermobbing. Wie Marty ud Doc Brown staunen würden, landeten sie tatsächlich am 21. Oktober 2015 in der Zukunft zeigt ein witziges Youtube-Video:

Eine richtige Vorhersage?

Im Video oben: Die Chicago Cubs gewinnen die World Series, meint Marty kurz anhand der Schlagzeilen zu erkennen. Im Film erzählen die Zeitungen in der Tat vom Triumph des Baseballteams mit seinem legendären Stadion Wrigley Field (wer erinnnert sich dann nicht gleich an die Blues Brothers...). Die Cubs stehen heuer tatsächlich im Halbfinale um die US-Baseballmeisterschaft. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie erstmals nach 107 Jahren die World Series wieder gewinnen, geht aber gegen Null: Im Best-of-Seven führen die New York Mets seit gestern Nacht 3:0 und werden vermutlich das Finale gegen die Kansas City Royals bestreiten. Die New York Mets haben wiederum mit ihrer Meisterschaft von 1969 einen wichtigen Auftritt in "Men in Black III", einem anderen Zeitreisefilm.

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