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Zweite Kartellklage gegen MS möglich

22.06.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Zwei US-Bundesstaatsanwälte erwägen derzeit, ob sie erneut gegen den Softwareriesen Microsoft Klage wegen Verstoßes gegen das Wettbewerbsgesetz erheben sollen. Richard Blumenthal aus Connecticut und Tom Miller aus Iowa hatten zuvor bereits das Antitrust-Verfahren von 19 Bundesstaaten und des US-Justizministeriums gegen die Gates-Company initiiert, in dem Microsoft unter anderem wegen der Bündelung seines Betriebssystems mit dem Browser "Internet Exlorer" in die Schusslinie geraten war. Diesmal erzürnt die Bundesstaatsanwälte die neue Software "Windows XP", die im Oktober auf den Markt kommen soll. Auch dieses Produkt soll mit anderen Anwendungen wie Online-Abonnementservices und Instant-Messaging gebündelt werden. Miller erklärte, Microsoft scheine sein Monopol erneut dafür einzusetzen, die Konkurrenz mit seiner Plattform auszuschalten. Ob die beiden Staatsbeamten eine zweite Klage einreichen oder ihre Vorwürfe im derzeit laufenden Berufungsverfahren des ersten Prozesses wirksam machen werden, ist jedoch noch nicht klar.

Info: Computerwoche Internet: www.computerwoche.de

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