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Zweiter Versionssprung für Jaguar

12.11.2002 | 13:29 Uhr |

Neben vielen kleinen Änderungen gibt es in Mac-OS X 10.2.2 eine große: Für Server gibt es ab sofort ein besseres Festplattenformat, dass im Falle eines Falles die Zahl der beschädigten und zerstörten Dateien reduzieren soll.

München/Macwelt - Die Liste der Neuerungen von Mac-OS X 10.2.2 ist lang, so lang, dass die wenigen wichtigen Innovationen glatt in der Masse untergehen . Viele Firmenkunden sollten sich zum Beispiel den ersten Punkt unter den Überschrift "Netze und Modem-Verbindungen" merken: Gibt man an einem Windows-PC Verzeichnisse für den Zugriff über Ethernet frei (SMB File Sharing), zeigt Mac-OS X ab sofort den Namen dieses Verzeichnisses korrekt im Fenster "Mit Server verbinden..." an. In ersten Tests zeigte sich bei uns allerdings, dass etwas Geduld nötig ist, bis das Betriebssystem die Suchabfrage startet und die Ergebnisse im Fenster (in einem Testfall mit einigen 100 PCs) anzeigt.
Zusätzlich will Apple eine Reihe von Fehler beseitigt haben. Der gelegentliche "Absturz" (kernel panic) von Macs mit drei Grafikkarten und mehr als 512 MB Arbeitsspeicher soll ab sofort ebenso der Vergangenheit angehören wie der Fehler, der Powerbooks daran hindert, nach dem Abspielen einer DVD aus dem Ruhezustand zu erwachen. Oder dass der Browser manchmal Textzeilen am Ende einer HTML-Seite schluckt.

Neue Treibersoftware für Drucker und CD-Brenner ist hinzugekommen. Namentlich erwähnt Apple einen verbesserten Druckertreiber für Hewlett-Packard Laserjet 4MV sowie die Unterstützung der CD-Brenner Lacie D2 48x24x48x, Sony CRX-820E, Toshiba SD-R2212, Toshiba SD-R1202, Pioneer DVR-105 und Yamaha CDW-F1 44x24x44x. Der eingebaute Web-Server Apache trägt jetzt die Versionsnummer 1.3.27.

Zusätzliche Neuerungen für Mac-OS X Server


In der Server-Variante von Mac-OS X hat Apple eine weitere Option für die Festplatteneinrichtung eingebaut. Laut ersten Berichten wird das bisher verwendete Dateisystem HFS+ so erweitert, dass das Betriebssystem Buch über alle Änderungen an Dateien und Ordnern führt ("Journaling file system"). Stürzt der Rechner ab, lässt sich nach einem Neustart die Zeit deutlich reduzieren, die nötig ist, um das Dateisystem zu prüfen. Das Prüfprogramm "fsck" kontrolliert dann nur noch die Bereiche, die laut Logbuch zuletzt verändert wurden. In Tests mit dem Betriebsssystem Linux hat sich gezeigt, dass diese Methode die Prüfzeit drastisch reduziert. Statt mehrerer Stunden Auszeit wartet man beispielsweise beim unter Linux üblichen Journaling File System "Reiser FS" nur wenige Minuten, bis der Server wieder gestartet werden kann. Eine Übersicht der weiteren Änderungen hat Apple unter http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=107142 bereitgestellt.
Weitere Informationen und einen ersten Test finden Sie in Ausgabe 1/2003 von Macwelt.
wm

Aus dem Macwelt-Archiv (je 0,35 €):
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