1449807

Zynga will Spieleplattform aufbauen

05.03.2012 | 06:33 Uhr |

Der Spielehersteller setzt neben voller Facebook-Integration auch auf ein eigenes soziales Netzwerk, damit der Spieler zum Chatten nicht mehr das Spiel zu unterbrechen braucht.

Der Spielentwickler Zynga hat am letzten Donnerstag angekündigt , dass Firma seine eigene Spieleplattform inklusive sozialem Netz und Öffnung für Dritthersteller von Spielen anbieten will. Der Hersteller der beliebten Spiele "Mafia Wars" und " Farm Ville " will schon bald eine Webseite vorstellen, auf der Anwender sich registrieren und mit ihren Freunden spielen können. Bisher war die Verbreitung der Spiele auf Facebook , Yahoo und als Smartphone-Apps begrenzt.

Die Weiterentwicklung bedeutet einen Riesenschritt für Zynga Zynga insbesondere die Öffnung der Plattform für Dritthersteller. Als erste Vertragspartner listet Zynga die US-Entwickler Mob Science, Row Sham Bow und die kanadische Firma Sava Transmedia . Zygna plant nicht, Facebook zu verlassen, sondern will de neue Spieleplattform voll mit Facebook integrieren. Ein Anwender kann damit auf Facebook ein Spiel starten und später auf Zyngas Webseite weiterspielen oder umgekehrt.

Zwar hat Zynga durch Facebook seine Anhänger gefunden, aber das Angebot der neuen Spieleplattform bietet - neben mehr Unabhängigkeit von Facebook - auch für die Spieler Vorteile. So kann der Anwender künftig mit seinen Freunden über Zgnas Webseite chatten, ohne das Spiel zu verlassen.

Die ersten Pläne für eine eigene Webseite deutete Zynga im letzten Oktober unter dem Code-Namen Projekt Z an. Reed Shaffner, ein Manager bei Zynga, zeigt sich in einem Video begeistert über den Unstieg. Nach der Umwandlung von Zynga in eine Aktiengesellschaft zeigte die erste Veröffentlichung der Firmenwerte im Februar nur allzu deutlich die Abhängigkeit von Facebook selbst: So zeigte der Jahresgewinn einen deutlichen Einbruch bei dem erzwungenen Umstieg auf Facebooks Kreditpunkte-System in Mitte 2011. Im Gegenzug ist Zynga aber ein wertvoller Facebook-Partner. In den Unterlagen zum geplanten Börsengang von Facebook wird angezeigt, dass Zyngas Spiele in Facebook zwölf Prozent von Facebooks Gewinnen erzeugen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1449807