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Macbook mit USB C und teure Apple Watch

09.03.2015 | 15:31 Uhr |

Ab dem 10. April kann man die Apple Watch bestellen. Schon das Edelstahlmodell kann über 1.000 Euro kosten.

Wichtige Fragen zur Apple Watch sind nun geklärt. Ab dem 10. April wird man sie im Apple Store bewundern und bei Apple bestellen können, am 24. April kommt sie zur Auslieferung. Der Einstiegspreis bleibt bei 349 US-Dollar (399 Euro) für das kleinere der Sportmodelle - mit Plastikarmband und Aluminiumgehäuse, das 42-mm-Modell kostet 399 US-Dollar (449 Euro). Happiger die Preise für das Edelstahlmodell, das je nach Armband und Größe von 649 Euro bis 1249 Euro kosten wird. Die goldene Apple Watch Edition kostet ab 10.000 US-Dollar aufwärts und wird nur in ausgewählten Apple Stores zu haben sein. Erstmals macht Apple auch Angaben zur Akku-Laufzeit, bis zu 18 Stunden soll sie bei "normaler Nutzung" betragen. Entwickler hatten noch wenig zu zeigen, ihnen mangelte es zuletzt vor allem am Zugang zur Uhr. Immerhin zeigte Apple auch ein neues Macbook, das mit extrem flacher Bauweise und hoher Energieeffizienz neue Maßstäbe setzen soll. Am Rande noch interessant: HBO Now kommt exklusiv auf Apple Geräte und Apple will mit seinen Kunden Daten für die medizinische Forschung sammeln. Aber der Reihe nach.

Wachstumsmarkt China

China steht verstärkt in Apples Fokus, scheint der Image-Film zu Beginn der Veranstaltung sagen zu wollen, glückliche Kunden und Apple-Angestellte im roten T-Shirt bei der Eröffnung des jüngsten Apple Stores in Westlake/Hanzhou in China. "Absolut atemberaubend", freut sich Cook über die Architektur des neuen Flagship-Stores. 21 Stores hat Apple nun in Greater China (Volksrepublik China, Taiwan und Hongkong), allein sechs neue haben in den letzten sechs Wochen eröffnet. Weit mehr sollen folgen, 453 sind es nun weltweit, mit 120 Millionen Besuchern.

Alle Höhepunkte und Bilder der Keynote unter ticker.macwelt.de

Bevor Apples CEO Tim Cook jedoch auf Macbook und Apple Watch eigeht, geht es erst um das Apple TV, konkret um ein neues Angebot des Fernsehsenders HBO, das dessen CEO Richard Plepler näher erläutert. Ab April ist der Service HBO Now für 15 US-Dollar im Monat auf Apple TV, iPad und iPhone verfügbar. HBO hat mehrere populäre Serien im Angebot, besonders populär ist  Game of Thrones, das mit einer neuen Staffel aufwartet. Das Spektakuläre an HOB Now: Erstmals kann man HBO-Inhalte beziehen, ohne einen Vertrag bei einem Kabelprovider abzuschließen. Man benötigt nur noch ein Apple-Gerät, neben dem Apple TV isnd das konkret iPad und iPhone. Apple erleichtert den Zugang mit einer Preissenkung für das Apple TV, das nur noch 69 US-Dollar statt 99 US-Dollar kosten wird.

iPhone ist Nummer Eins

Wie schon in der letzten Woche berichtet, ist das iPhone das meistverkaufte Smartphone des Marktes, iPhone 6 und iPhone 6 Plus haben nochmals einen deutlichen Zuwachs gebracht. Insgesamt hat Apple nun 700 Millionen iPhones verkauft. Mit der jüngsten Iteration kam Apple Pay als neuer Service hinzu, der in den USA (nur dort verfügbar) immer populärer wird. Nicht nur springen immer mehr Banken auf, der Konzern Coca-Cola hat 40.000 Getränkeautomaten mit einem Terminal für Apple Pay ausgestattet. Car Play soll nun jeder große Kraftfahrzeughersteller anbieten, als wichtigste Neuerung der letzten Monate sieht Cook jedoch in Healthkit, für das nun schon 900 Apps zur Verfügung stehen. Healthkit könnte immer wichtiger in der medizinischen Forschung werden, mit Datensammlungen der Healthkit benutzenden Patienten.

Researchkit ergänzt Healthkit

Das Researchkit soll nicht nur Patienten bei ihrer Therapie helfen, sondern allgemein Daten über den Gesundheitszustand erheben und große Datensammlungen ermöglichen. Die Vermessung der Generation iPhone als Mittel zum Zweck des medizinischen Fortschritts: Mit diversen Universitäten und Forschungseinrichtungen will Apple bei der Entwicklung des Reseachkits zusammengearbeitet haben, erklärt COO Jeff Williams. Ist der Anwender damit einverstanden, kann er sein iPhone als Diagnosegerät benutzen und damit etwa sein Reaktionsvermögen oder seinen Gleichgewichtssinn vermessen. Das ist etwa für Parkinson-Patienten wichtig, die vom iPhone und angeschlossenen Sensoren erhobenen Daten helfen bei der Diagnose und Medizinern dabei bei der Therapie. Auch bei Asthma und Brustkrebs soll das Researchkit helfen. Williams verspricht, der Anwender entscheide ganz alleine, welche der Apps er benutzt, Apple werde die gesammelten Daten niemals zu Gesicht bekommen. Medizinischer Fortschritt mit Big Data, mit Unterstützung von bis zu 700 Millionen iPhone-Nutzern. Anders als etwa Car Play oder das Homekit ist das Researchkit jedoch quelloffen und ab nächsten Monaten für alle verfügbar, die ersten sechs Apps dafür gibt es schon heute.

Neues Macbook mit USB C

Während der Markt für Notebooks geschrumpft ist, legte Apple in den letzten Jahren um über 20 Prozent zu, Macbooks sehe man nun überall, freut sich Tim Cook und kündigt nicht weniger als die Neuerfindung des Notebooks an. Das neue Macbook heißt einfach nur "Macbook ", ist 24 Prozent dünner (13,1 Millimeter an der dicksten Stelle) als das bisherige Macbook Air und ist in drei Farben zu haben: Spacegray, silber und gold. Die Tastatur in voller Größe bietet einen neuen Mechanismus für die Tasten: Schmetterling statt Schere, Tasten, die man nur am Rand erwischt, erzeugen weniger Fehler und bleiben über die Jahre über stabiler. Das Display ist Retina, 12 Zoll. Das Trackpad reagiert wie auch die Apple Watch auf die Stärke der Eingabe: Force Touch. Die Geste Force-Click führt etwa von einem markierten Wort zu einem Wikipedia-Eintrag oder eine Adresse zu einer Karte. Auch eine Vorschau einer Datei lässt sich damit erhalten. Und je stärker man auf das Trackpad drückt, umso schneller läuft etwa der schnelle Vorlauf in einem Film. Zudem kommt das neue Macbook ohne Lüfter aus, das Logicboard mit einem Intel Core M ist 67 Prozent kleiner und verspricht nur noch eine Leistungsaufnahme von 5 Watt. Den eingesparten Platz füllt Apple mit Akkus auf, die speziell an die Geometrie des Gehäuses angepasst sind – so wird jeder Platz ausgefüllt. "All day battery-life" sei das Resultat, etwa für zehn Stunden iTunes-Wiedergabe soll eine Akkuladung reichen. Neben den drahtlosen Schnittstellen WLAN 802.11ac und Bluetooth LE kommt das Macbook mit nur einem einzigen Port aus: USB C überträgt Daten, steuert Monitore an und lässt auch das Aufladen der Akkus zu. Umweltfreundlich ist das Macbook noch dazu, betont Apples Marketingchef Phil Schiller. Es handle sich vor allem um das energieeffizienteste Notebook auf dem Markt. Das Gewicht gibt Apple mit weniger als einem Kilogramm an. 1.449 Euro kostet die Basisversion mit 8 GB RAM und 256 GB SSD, 1.799  kostet das Macbook mit 512 GB SSD, erhältlich ab dem 10. April. Interessant: Apple rechnet US-Dollar bei neuen Geräten zu Euro nicht mehr 1:1 um. Upgrades bekommen auch Macbook Air und Macbook Pro , letzteres etwa das Force-Touch-Trackpad.

Neues zur Apple Watch

"Man kann Telefonate auf der Uhr beantworten. Auf das habe ich gewartet, seit ich fünf Jahre alt bin," freut sich Tim Cook über die Apple Watch, das "persönlichste Gerät, das wir je gemacht haben." Sie bringe ganz neue Dimensionen der Zeitanzeige, bei der man sogar den eigenen Puls auf den Bildschirm bringen kann. Apple-Watch-Nutzer können sich untereinander direkt verständigen, als Fitnessgerät erreiche die Apple Watch ein neues Niveau. So erinnere die Apple Watch ihre Träger auch daran, wenn diese zulange sitzen würden. Das ist soweit nichts Neues, ein halbes Jahr nach der ersten Präsentation, bevor die Präsentatio zu einer bloßen Wiederholung altbekantner Tatsachen wird, holt Tim Cook das ehemlaige Top-Model Christie Turlington Burns auf die Bühne. Die heutige Gesundheitsbotschafterin und Menschenrechtsaktivistinktivistin hatte im letzten halben Jahr eine Apple Watch benutzt un dihr Training und ihren Alltag integriert. Ihr von der Apple Watch gesteuertes Marathon-Training legt Turlington in einem Blog ab sofort auf der Apple Website offen.

Die Apple Watch soll aber nicht nur ein Gerät zur Kommunikation und Zeitanzeige sein und Gesundheitsdaten sammeln und darstellen, sondern mit Hilfe von Apps, an denen Entwickler seit November werkeln, zahlreiche Informationen auf das Handgelenk bringen. Spielstände der Champions League, aktuelle Börsenkurse, die wichtigsten Nachrichten und social streams. Diese Kurzinformationen nennt Apple "glances". Dank Siri stellt die Apple Watch schnell und akkurat die wichtigsten Informationen dar: "Hey Siri, wie wird das Wetter für den Rest der Woche". Viel war gleichwohl von Entwicklern nicht zu sehen, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten über mangelnden Zugang zur Apple Watch und Problemen mit der Entwicklungsumgebung beklagten. Stattdessen führte ein Apple-Mitarbeiter in einer sehr an der Theorie angelegten Präsentation vor, wie die Apple Watch auf Reisen hilft. Etwa als Navigations- und Kommunikationsgerät, als Zahlungsmittel, als Boardingpass, als Hotelschlüssel, ja sogar als Fernsteuerung für das Heim. Welche Entwickler aber nun genau welche Apps zu welchem Zeitpunkt in den Store bringen, bleibt weiter rätselhaft.

Die mit iOS 8.2 (ab heute zum Download)  ausgelieferte Companion-App für die Apple Watch führt Benutzer direkt zu den im Apple Store erhältlichen Apps. Der Akku soll laut Apple einen ganzen Tag lang die Uhr mit Energie versorgen, bei "normaler Benutzung" seien das 18 Stunden, das Ladegerät lädt über Induktion den Akku auf. Cook versäumte es zu definieren, was denn "normale Nutzung" sei, dauerhaft als Sportgerät im Einsatz oder permanentes Kommunikations- und Informationsschnittstelle, dürfte der Akku eher leer sein.

Wie bekannt, teilt Apple die Apple Watch in drei Modellreihen auf. Die Sport-Uhr in eloxiertem Aluminium kostet 349 US-Dollar in der 38-mm-Version und 399 US-Dollar in der 42-mm-Fassung. Die mittlere Reihe bringt ein Edelstahlgehäuse: Wie das Aluminium ist auch der Edelstahl nicht einfach Metall, wie Apple in zwei ausführlichen Imagevideos zeigt, die das Publikum im Yerba Buena center mehr langweilten als begeisterten. Die Preise: Von 549 bis 1049 US-Dollar, je nach Armband für das 38-mm-Modell, die größere Apple Watch kostet 50 US-Dollar mehr. Die Apple Watch Edition kostet dann ab 10.000 US-Dollar und ist nur in ausgewählten Stores zu haben. Stille im Saal. Da fehlen die Worte. Vorbestellen und im Apple Store bewundern kann man die Dinger ab dem 10. April, dem Freitag nach Ostern. Auch in Deutschland ist die Apple Watch dann zwei Wochen später verfügbar, ab dem 24. April. Mit langen Schlangen vor den Apple Stores ist bei diesen Preisen eher nicht zu rechnen. Weitere Details zur Apple Watch lesen Sie hier

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Apple Watch: Alle technischen Details

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