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eBay Inc. wehrt sich

30.09.1999 | 00:00 Uhr |

Nach dem zunehmenden Erfolg von Websites und Programmen, die die Auktionsangebote von Online-Auktionshäusern vergleichen, beschränkt nun der Marktführer eBay Inc. den Datenzugriff. In den am Montag veröffentlichten neuen Benutzungsbedingungen untersagt eBay Inc. unter anderem "...robots, spider oder andere automatische Geräte...mit denen man eBays Webseiten betrachten oder kopieren kann...". Von diesen Beschränkungen wären unter anderem die Webseiten-Anbieter AuctionWatch.com, BiddersEdge oder Ruby Lane aber auch Softwareanbieter wie Apple betroffen, deren Programme Auktionsdaten von eBay sammeln und dem Anwender direkt zur Verfügung stellen.

Die Internet-Company eBay Inc. verliert durch derartige Anwendungen und Internet-Dienstleistern den direkten Kundenzugriff und somit das Interesse seiner Anzeigenkunden, die die Haupteinnahmequelle des Unternehmens darstellen. Nach heftigen Protesten reagierte eBay Inc. am Mittwoch auf seiner Website .

Das mit über 2,8 Millionen Auktionsgegenständen grösste Internetauktionshaus äusserte sich zu den umstrittenen Punkten und lockerte die Benutzungsbedinungen: "Zu diesem Zeitpunkt, sehen wir die folgenden Anwendungsarten als erlaubt: buld upload/listing software, automatic bidding software und auction management software...". Damit besteht für Sherlock II, Apples Internet-Suchmaschine, die Bestandteil von Mac-OS 9 ist, keine Gefahr mehr.

Martin Stein, leitender Redakteur und US-Korrespondent der Macwelt

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