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eBay muss 29,5 Millionen Schadensersatz zahlen

07.08.2003 | 13:31 Uhr |

Ein amerikanischer Richter in Norfolk (Virginia) hat ein Patentverletzungs-Urteil einer Jury gegen die Internet- Auktionsfirma eBay bestätigt.

Der Richter reduzierte jedoch die von der Jury festgelegte Schadenersatzsumme von 35 Millionen Dollar auf 29,5 Millionen Dollar (26 Mio Euro). Dies hat das "Wall Street Journal" am Donnerstag in seiner Onlineausgabe berichtet.     eBay soll das Geld nach der Entscheidung der Geschworenen an Thomas Woolston, den Gründer der MercExchange LLC zahlen. Richter Jerome Friedman habe eBay nicht untersagt, dessen Technologie zu verwenden. Zurückgewiesen habe er jedoch die Auffassung von eBay, dass das Patent ungültig sei, heißt es in dem Bericht.     Es geht bei den umstrittenen Patenten um die «Buy-It-Now»-Option, die es Kunden der Online-Auktionsfirma ermöglicht, das normale Versteigerungsverfahren zu umgehen und das jeweilig Produkt zu einem Festpreis zu erwerben. eBay habe die Patente absichtlich verletzt, hieß es.     Der Richter erklärte nach Angaben der Zeitung, er werde zusätzliche Entschädigungen in einer Berufung in Erwägung ziehen, falls eBay die Patente weiterhin verletzen sollte. Beide Seiten sahen die richterliche Entscheidung als Teilsieg. Sie wollten jedoch Berufung einlegen, berichtete die Zeitung.

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