1040329

Adidas verzichtet auf seine Werbung über iAd-App

04.10.2010 | 13:24 Uhr |

Das Geduld einer der größten Sportausstattungsfirmen scheint jetzt endgültig überstrapaziert zu sein: Adidas zieht seine Werbungskampagne von Apples iAds zurück.

iadlogo
© gdgt

Apples angepriesenes Marketing-Tool iAd läuft anscheinend doch nicht so reibungslos wie vorgestellt. Mehrere US-Nachrichtendienste berichten, dass Adidas seine geplante Werbungskampagne bei Apple zurückgezogen hat. Der Grund dafür seien zu lange Bearbeitungszeiten nach der Abgabe der fertigen App und wiederholte Absage nach Überarbeitung. Den Berichten zu Folge hat Adidas seine Werbung bereits dreimal geändert, bevor das Konzern Geduld verloren und seine Kampagne abgesagt hat. Neben Chanel ist Adidas schon die zweite große Firma, die an Qualitätsanforderungen von Apple scheitert.

Um iAd schneiden sich bis jetzt die Geister: einerseits ist der Dienst nach seinem Start im Juli ziemlich erfolgreich und wächst ständig . Bei dem Wachstum muss man aber die allgemeine Entwicklung des gesamten mobilen Anzeigemarktes berücksichtigen: Diese Sparte befindet sich im Aufwind. Bei den meisten Studien zu den Marktanteilen in diesem Bereich fehlen dennoch die Bezüge zu den Gesamtanteilen auf dem Smartphone-Markt. Demnach hält Apples iPhone seine Positionen auf dem dritten Platz mit 13,3 Prozent, Android befindet sich mit 12,2 Prozent gleich im Anschluss. Die Anteile von iAds und AdMob (dem Anzeigedienst von Android) sind aber gleich: jeweils 21 Prozent auf dem mobilen Anzeigemarkt, was die Schlussfolgerung nahelegt, dass Googles Anzeigen für die Kunden attraktiver sein müssen, weil ihre Effektivität (bzw. Erscheinungsdichte auf dem jeweiligen Smartphone) deutlich höher ist.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1040329